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LINZ-LAND. Für das 35-jährige Jubiläum des „ORF-Friedenslicht aus Bethlehem“ wurde das Licht von der neunjährigen Rianna Danho aus Bethlehem in der Geburtsgrotte Jesu entzündet. Am 24. Dezember kann das Friedenslicht in den Gemeinden im Bezirk Linz-Land für das eigene Zuhause abgeholt werden.

Am 24. Dezember erhellt das Friedenslicht jährlich viele Haushalte. (Foto: IgorVer/Shutterstock.com)

Im Jahr 1986 wurde der weihnachtliche Brauch vom ORF-Landesstudio Oberösterreich in Linz gemeinsam mit der Hilfsaktion „Licht ins Dunkel“ ins Leben gerufen. Die Idee war, den Spendern der Aktion mit einem Licht zu danken. Seither wird das in Bethlehem entzündete Friedenslicht jedes Jahr von einem oberösterreichischen Kind nach Österreich geholt und dort von Feuerwehren, Samariterbund, Rotem Kreuz, Pfarren, Pfadfindergruppen und anderen Vereinen in den Gemeinden verteilt. Ursprünglich war dieses Ritual als einmalige Aktion geplant. Nach mittlerweile 35 Jahren beteiligen sich jährlich mehr als 30 Länder aus der ganzen Welt daran.

Geschichtsträchtiges Friedenszeichen

Das in einer Speziallampe nach Österreich eingeflogene Friedenslicht wurde heuer vom Friedenslicht-Kind Tobias Nußbaumer am Flughafen Wien-Schwechat entgegen genommen und ins ORF-Landesstudio nach Linz gebracht. Das Friedenslicht ist ein Symbol für friedliches Zusammenleben. 1989 brannte es sogar an der wieder geöffneten Berliner Mauer oder nach dem Fall des Eisernen Vorhangs auf dem Hauptplatz der südböhmischen Stadt Budweis. Auch an Papst Franziskus sowie seine Vorgänger Papst Benedikt XVI und Papst Johannes Paul II wurde das Friedenslicht bereits übergeben.

Friedenslicht im Bezirk

Am 24. Dezember leuchtet das Friedenslicht in vielen Haushalten auf Christbäumen, Kränzen, Kerzenständern und Laternen und soll ein Symbol für Frieden und Zusammenhalt sein. In Kematen an der Krems kann das Friedenslicht am 24. Dezember bei den Freiwilligen Feuerwehren abgeholt werden. Bei der FF Kematen an der Krems kann das Licht von 7 bis 12 Uhr abgeholt werden, bei der FF Achleiten und der FF Gerersdorf-Schachen jeweils von 9 bis 12 Uhr. Kranken und Behinderten wird durch eine Anmeldung das Friedenslicht auf Wunsch auch zugestellt. In der Kapelle der Gemeinde Piberbach kann das Friedenslicht von 9 bis 15 Uhr abgeholt werden. In Leonding ist es hingegen seit rund 15 Jahren Tradition, sich das Friedenslicht vom Roten Kreuz zu holen. Bei gemütlichem Ambiente mit Punsch und Keksen ist die Aktion über die Jahre hinweg immer beliebter geworden. „Es wurde zu einem schönen Treffpunkt, bevor in den Familien das Weihnachtsfest gefeiert wird“, so Dienstführender Diethelm Sebinger. „Auch dieses Jahr haben viele Leute angerufen und sich erkundigt, ob es das Friedenslicht wieder geben wird.“ Heuer wird – wie auch schon letztes Jahr – auf den Ausschank verzichtet. Das Friedenslicht wird jedoch draußen stehen und kann am Heiligen Abend von der Rot-Kreuz-Dienststelle abgeholt werden.

Friedenslichtkind

Als Dank für den Einsatz nach den schweren Hagelunwettern haben die Organisatoren des „ORF-Friedenslicht aus Bethlehem“ die oberösterreichischen Feuerwehren dazu eingeladen, ein Friedenslichtkind zu nominieren. Weil er ein besonders engagierter Jungfeuerwehrmann ist und sich sowohl in der Schule als auch bei der Feuerwehr um ein gutes Miteinander bemüht, wurde der elfjährige Tobias Nußbaumer aus Kirchham im Bezirk Gmunden ausgewählt. „Ich kenne den Brauch von klein auf und bin sehr stolz, stellvertretend für alle Feuerwehrleute im Land heuer das Friedenslichtkind zu sein“, so der Schüler. 2019 durfte Victoria Kampenhuber aus der Jugendrotkreuzgruppe Enns das Friedenslicht aus Bethlehem holen, 2013 war es Michael Weixlbaumer von der Feuerwehrjugend Achleiten/Kematen an der Krems, der als Friedenslichtkind ausgewählt wurde.


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