Stadt Leonding beschließt Neubau zweier Schulen am gleichen Standort

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David Ramaseder Tips Redaktion David Ramaseder, 28.01.2022 10:57 Uhr

LEONDING. Donnerstagabend trat der Leondinger Gemeinderat zum ersten Mal im neuen Jahr zusammen. Auf der Tagesordnung stand der Beschluss des lang ersehnten Neubaus der Volks- und Musikmittelschule Leonding.

Wegen der immer noch steigenden Corona-Infektionszahlen fand die Gemeinderatssitzung am Donnerstag, 27. Jänner, via Videokonferenz statt. Interessierte Bürger konnten diese über eine Leinwand im Stadtsaal mitverfolgen und die Möglichkeit der BürgerInnen-Fragestunde wahrnehmen. Einer der größten Tagesordnungspunkte der ersten Sitzung im Jahr 2022 war der Neubau der in die Jahre gekommenen VS Leonding und der MMS Leonding.

Die baulichen Gegebenheiten der beiden Schulen und der zusätzliche Platzbedarf erfordern neue Gebäude und Erweiterungen im Leondinger Zentrum. Nachdem im Vorfeld eine Standortanalyse durchgeführt wurde, standen nun die zwei Varianten, Neubau der Volksschule und der Musikmittelschule Leonding an einem anderen Standort im Leondinger Zentrum (Hainzenbachstraße) und der Neubau der Volksschule und Musikmittelschule Leonding am aktuellen Schulstandort, zur Diskussion.

Neubau beschlossen

Entschieden hat sich der Gemeinderat mehrheitlich – mit Stimmen der SPÖ, ÖVP und der Grünen – für die Neuerrichtung der beiden Schulen: Am bestehenden Standort wird ein modernes, flexibles und den aktuellen pädagogischen Entwicklungen entsprechendes Schulzentrum entstehen. Großer Vorteil dieser Variante ist, dass keine neuen Grünflächen versiegelt werden müssen. Die alten Gebäude der Volksschule und die Musikmittelschule werden abgetragen und neu errichtet. Zudem soll eine großzügige Schulsportanlage entstehen. Die neue Volksschule bietet zusätzlichen Platz für 100 Schulkinder. Der Hort Spillheide (ebenfalls im Leondinger Zentrum) kann künftig in die Nachmittagsbetreuung in den Schulen integriert werden. Somit wäre im bisherigen Hort Platz für ein weiteres Angebot an Kinderbetreuung.

Diskutiert wurde im Gemeinderat auch die Errichtung einer Tiefgarage, um einen Teil des Verkehrs aus dem Stadtzentrum zu nehmen. Die Kosten dafür liegen bei etwa vier Millionen Euro. Insgesamt investiert die Stadt für den Neubau der beiden Schulen rund 43 Millionen Euro (inkl. Tiefgarage). Bürgermeisterin Sabine Naderer-Jelinek, die das Ressort Bildung, Familie und Gleichstellung verantwortet, ist überzeugt, dass Leonding in Sachen Bildung den richtigen Weg geht: „Wir entwickeln am bisherigen Schulstandort ein neues, hochwertiges Schulzentrum. Hier wird ein schöner Ort des Lernens entstehen, wo sich Kinder und Lehrer wohlfühlen und moderne, qualitätsvolle pädagogische Arbeit möglich ist. Dabei beziehen wir Vertreter der Eltern, die Direktorinnen und Schulwarte in unsere Planungen mit ein.“

Nächste Schritte

Als Nächstes werden die Einholung von architektonischen Lösungen sowie die technischen Ausschreibungen für die Gebäude und den Verkehrsraum um die Schulen mittels Architekturwettbewerb vorbereitet. Alle Ausschreibungen, wie etwa die des Generalunternehmers, sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen werden. Um während des gesamten Prozesses für Transparenz zu sorgen, bildet die Stadtgemeinde eine politische Steuerungsgruppe, ein externer Projektleiter wird das Projekt professionell begleiten. In den nächsten Wochen werden Gespräche mit dem Land OÖ und der Bildungsdirektion geführt. Sobald diese Abstimmungen erfolgt sind, nimmt die Steuerungsgruppe ihre Arbeit auf. Bis zur endgültigen Fertigstellung wird es ca. vier Jahre dauern.

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