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LEONDING. Der milde Winter zeigt seine Auswirkungen auf die Natur: Der Frühling ist da, wieder einmal früher als in den Jahren zuvor. Das hat Folgen für die Umwelt und verändert auch die Landwirtschaft.

Die Produktion von Olivenöl könnte in Linz-Land möglich werden. (Foto: fox17/stock.adobe.com)
Die Produktion von Olivenöl könnte in Linz-Land möglich werden. (Foto: fox17/stock.adobe.com)

Am 3. März 2024 blühte in Leonding bereits das erste Veilchen, verkündete die Landschaftsgärtnerin Magdalena Miesenberger auf Facebook. „Obwohl ich den Frühling liebe, verbinde ich damit große Sorge. Denn der Frühling beginnt immer früher“, erklärte sie weiter. 2022 blühte das erste Veilchen in Leonding am 11. März, im Jahr 2021 war es noch der 21. März und 2013 kam das erste Veilchen sogar erst am 18. April.

Gefahren für Landwirtschaft

Auch wenn sich viele nach einem langen Winter auf die warmen Temperaturen freuen, hat das veränderte Klima vor allem Auswirkungen auf die Landwirtschaft. „Durch den verfrühten Frühlingsbeginn blühen auch die Pflanzen viel früher. Das könnte Folgen für die Ernte haben, da sich die Eisheiligen im Mai in der Regel nicht verschieben“, erklärt Magdalena Miesenberger. Für Obstsorten wie beispielsweise Marillen ist das besonders herausfordernd. „Je früher die Pflanzen blühen, umso gefährlicher sind Frostnächte“, berichtet Stefan Rohr, Inhaber vom Hofladen St. Isidor in Leonding. Zusätzlich bieten die wärmeren Temperaturen mehr Raum für Schädlinge.

Jahreszeiten werden kürzer

Für die Landwirte und Gärtner bedeutet der frühe Frühling oft zusätzlichen Stress. „Wir haben durch das veränderte Klima mehr geballte Arbeit, da wir die Winterarbeit, wie beispielsweise den Baumschnitt, früher abschließen müssen“, erklärt Stefan Rohr. Auch Magdalena Miesenberger bestätigt: „Man muss viel früher Rasenmähen. Es ist spürbar, dass die Jahreszeiten immer kürzer werden.“

Veränderungen im Anbau

Das veränderte Klima macht sich immer mehr bemerkbar. Im Bezirk Linz-Land gibt es sogar bereits Überlegungen für den Anbau von neuen Pflanzen. „Der Anbau von Olivenbäumen ist noch Zukunftsmusik, aber erste Landwirte im Bezirk Linz-Land informieren sich bereits darüber“, erklärt Magdalena Miesenberger. Was vor einigen Jahren noch undenkbar gewesen wäre, könnte bald Realität werden. Die Landschaftsgärtnerin berichtete, dass zum Teil auch schon Olivenbäume vom Topf in den Garten gesetzt werden und diese aufgrund der wärmeren Temperaturen auch überleben. Stefan Rohr bestätigt: „Olivenöl aus unserer Region kann man sich heute noch nicht vorstellen. Aber bis vor einigen Jahren war auch der Anbau von Nektarinen bei uns kaum Thema. Wir merken alle, dass sich das Klima verändert.“


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