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Regionale Politiker erleben Feuerwehrarbeit hautnah

David Ramaseder, 17.04.2024 12:40

KEMATEN. In einer bemerkenswerten Initiative des Abschnittsfeuerwehrkommandanten Andreas Steiner aus Neuhofen fand am Montagabend, dem 8. April 2024, eine außergewöhnliche Zusammenkunft statt. Unter dem Titel „Übungsabend für politisch Verantwortliche“ wurden politische Amtsträger aus verschiedenen Gemeinden des Bezirks Linz-Land dazu eingeladen, die praktische Arbeit der Feuerwehr hautnah zu erleben.

Die Brandverhütungsstelle zeigte, wie ein Gasbrand zu löschen ist. (Foto: Tips/Ramaseder)
photo_library Die Brandverhütungsstelle zeigte, wie ein Gasbrand zu löschen ist. (Foto: Tips/Ramaseder)

Steiner, der die Idee für dieses innovative Pilotprojekt hatte, erklärt den Hintergrund: „Wir wollten den politisch Verantwortlichen zeigen, was es wirklich bedeutet, Teil der Feuerwehr zu sein, und sie gleichzeitig für ihre Unterstützung und ihr Verständnis sensibilisieren.“ An diesem Abend nahmen Bürgermeister, Vizebürgermeister sowie Fraktionsobleute aus mehreren Gemeinden teil. Auch Bezirkshauptmann Manfred Hageneder und der Leiter der Abteilung Sicherheit und Verkehr der BH Linz-Land, Dietmar Casny, sowie die beiden Blaulichtsprecher Wolfgang Stanek (ÖVP) und Michael Gruber (FPÖ) aus dem oö. Landtag waren unter den Gästen.

Wertvolle Erfahrungen

Die Veranstaltung bot den Teilnehmern die Möglichkeit, an vier verschiedenen Stationen praktische Erfahrungen zu sammeln. Von der Errichtung einer Löschleitung über den Umgang mit einem Tanklöschfahrzeug bis hin zur Arbeit mit hydraulischem Rettungsgerät – die politischen Amtsträger wurden aktiv in die Feuerwehrarbeit eingebunden und von den erfahrenen Feuerwehrleuten angeleitet. Bezirkshauptmann Manfred Hageneder kommentierte die Erfahrung: „Es ist beeindruckend zu sehen, wie viel Können und Einsatzbereitschaft hinter den scheinbar routinierten Handgriffen der Feuerwehrleute stecken. Diese Veranstaltung gibt uns einen Einblick in ihre Welt und verdeutlicht die Wichtigkeit ihrer Arbeit für unsere Gemeinden.“

Auch die teilnehmenden Bürgermeister waren von der Aktion begeistert. Petra Baumgartner aus Neuhofen betonte die Bedeutung, die Arbeit der Feuerwehr aus erster Hand zu erleben: „Es ist eine wertvolle Erfahrung zu sehen, was hinter den Kulissen der Feuerwehrarbeit passiert und warum Investitionen in Ausrüstung und Training so entscheidend sind.“

Gegenseitige Wertschätzung

Karl Kastner, Bürgermeister von Allhaming, hob hervor, dass solche Veranstaltungen nicht nur informativ sind, sondern auch eine Gelegenheit zur Wertschätzung der Feuerwehr darstellen: „Es ist ein Geschenk, wenn man die Chance bekommt, die Feuerwehrarbeit hautnah mitzuerleben und zu unterstützen. Unsere Feuerwehren verdienen unsere volle Unterstützung und Anerkennung.“ Klares Zeichen für seine Worte ist auch die Tatsache, dass das neue Zeughaus der Feuerwehr Allhaming noch heuer fertiggestellt werden soll. Der „Übungsabend für politisch Verantwortliche“ erwies sich als ein voller Erfolg und könnte möglicherweise als Modell für ähnliche Veranstaltungen in anderen Regionen dienen. Durch die direkte Einbindung der politischen Entscheidungsträger in die praktische Feuerwehrarbeit wurde nicht nur Verständnis geschaffen, sondern auch eine wertvolle Verbindung zwischen Feuerwehr und Gemeindepolitik gestärkt.

„Ich bin einmal mehr vom tollen Engagement, vom großen Wissensstand und der hohen Vielseitigkeit unserer Feuerwehrleute begeistert. Die Idee von Abschnittskommandant Andreas Steiner, politischen Verantwortungsträgern die Feuerwehrarbeit durch praktisches Tun näherzubringen, ist großartig“, bringt es Wolfgang Stanek auf den Punkt.


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