Gegen die Wegwerfgesellschaft: Repair Café in Kematen wächst weiter
KEMATEN. Das bereits fünfte Repair Café im Februar im Martinshof der Pfarre Kematen war erneut gut besucht. „Es hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, Ressourcen zu schonen und Abfall zu reduzieren, indem man Dinge repariert, anstatt sie wegzuwerfen“, sagt Helmut Führlinger, Organisator und Obmann des Umweltausschusses der Gemeinde.

Sieben Techniker und drei Schneiderinnen engagieren sich inzwischen ehrenamtlich. Sie bilden das Herzstück der Initiative. Repariert wird alles, was tragbar ist: vom defekten Toaster über die Kaffeemaschine bis zu Näharbeiten an Kleidungsstücken. Oft sind es nur Kleinigkeiten, die ein Gerät wieder funktionstüchtig machen. Wenn eine Reparatur vor Ort nicht möglich ist, gibt es Tipps für das weitere Vorgehen.
Die Idee des Repair Cafés stammt aus Amsterdam. Dort wurde das erste Repair Café als Zeichen gegen Elektroschrott und Materialverschwendung gegründet. Heute sind die Initiativen international vernetzt, auch Kematen ist im weltweiten Verzeichnis auf repaircafe.org zu finden.
Unterstützt wird das Projekt von Gemeinde und Pfarre, die Räume samt Infrastruktur zur Verfügung stellen. Auch der Bezirksabfallverband hilft mit Werkzeugen und Reparaturkoffern. Die freiwilligen Helfer bringen teilweise eigenes Werkzeug und Nähmaschinen mit. Als Anerkennung lädt die Gemeinde sie einmal jährlich zum Essen ein.
Weitere Termine sind bereits fixiert: 15. Mai, 11. September und 4. Dezember 2026, jeweils von 16 bis 19 Uhr.


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