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TRAUN. Das natürliche Bevölkerungswachstum stellt die Infrastruktur jeder Gemeinde vor Herausforderungen – so auch Traun. Sanierungen und Neubauten stehen auf der Tagesordnung, erzählt Trauns Bürgermeister Rudolf Scharinger.

Der Oedter See in Traun lädt auch im Herbst zur Erholung ein. Foto: Florian Kollmann
  1 / 2   Der Oedter See in Traun lädt auch im Herbst zur Erholung ein. Foto: Florian Kollmann

Tips: In welche Infrastrukturmaßnahmen investiert Traun?

Rudolf Scharinger: Manche unserer städtischen Gebäude sind 30 Jahre und älter. Hier liegt natürlich der Schwerpunkt der Sanierungen, aber man kann nicht alles auf einmal machen. Wir haben ein strukturiertes, langfristiges Programm. In diesem Sommer haben wir in unseren Kindergärten und Schulen wieder unzählige Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt. Straßenerhaltungsmaßnahmen sind in diesem Programm mit eingeschlossen. Die Erhaltung der Infrastruktur ist für jede Kommune eine Herausforderung.

Tips: Das Land fährt einen Sparkurs. Wie sehr ist Traun davon betroffen?

Rudolf Scharinger: Das Land OÖ verschiebt die Belastungen in Richtung der Kommunen. Es streicht viele kleine Leistungen auf Kosten der Bevölkerung. Ein Beispiel dafür sind die Freizeitfahrten für Beeinträchtigte. Diese wurden vom Land ersatzlos gestrichen. Wir als Stadt haben nun einen Beschluss gefasst, diese Menschen weiterhin zu unterstützen. Ich werde in meiner diesjährigen Budgetrede im Budgetgemeinderat erstmalig aufzeigen, was uns der Sparkurs des Landes eigentlich kostet.

Tips: Gibt es in Traun noch Platz für neue Betriebe?

Rudolf Scharinger: Auf Trauner Stadtgebiet gibt es nicht mehr viel Betriebsbaugelände. Im Bereich des Altstoffsammelzentrums an der B1 gäbe es auf rund 12 Hektar noch die Möglichkeit, Betriebe anzusiedeln. Jedoch darf man auch Faktoren wie ein höheres Verkehrsaufkommen dadurch nicht vergessen. Im Vordergrund steht jedoch die Ansiedelung von Betrieben, die sehr arbeitsplatzintensiv sind – also Qualität vor Quantität.

Tips: Wo kann die Stadt Traun noch wachsen?

Rudolf Scharinger: Im Stadtteil St. Martin gibt es derzeit rege Bautätigkeit. Für uns als Stadt heißt das natürlich auch, dass wir im Stadtteil St. Martin einen neuen Kindergarten brauchen und auch die Volksschule erweitern müssen.

Tips: Wann kommen Änderungen beim Citybus?

Rudolf Scharinger: Im Jänner 2019 können wir Bilanz über das gesamte Jahr 2018 ziehen. Anhand dieser Zahlen können wir dann sachlich feststellen, an welchen Schrauben man drehen muss. Doch wir waren auch während des Jahres nicht untätig. Es passiert viel im Hintergrund. Wir führen Gespräche mit dem Land und auch mit dem Verkehrsverbund. Laut dem Fahrplan erreicht der Citybus momentan verkehrstechnisch 87 Prozent der Trauner Bevölkerung. Wir müssen jedoch versuchen, mehr Menschen dazu zu bewegen, mit dem Citybus zu fahren.

Tips: Ihre Wünsche für die Zukunft?

Rudolf Scharinger: Wir haben für Traun bereits viel geschafft, die Stadt hat sich in den letzten Jahren sehr gut entwickelt, aber es gibt immer etwas zu tun. Als Bürgermeister ist es mir ein großes Anliegen, die Lebensqualität in unserer Stadt weiter hoch zu halten.


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