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OÖ/LINZ-LAND. Der von vielen Betrieben so dringend erwartete 15 Milliarden-Corona-Hilfsfonds startet. Neben Krediten mit staatlichen Garantien beinhaltet er nicht rückzuzahlende Zuschüsse. Tips hat mit Unternehmern aus Linz-Land dazu gesprochen.

Händler, Gastronomen und viele mehr mussten wegen Corona ganz schließen – unter anderem in der PlusCity. Der Corona-Hilfsfonds soll diese nun retten. Foto: Cityfoto/Pelzl

Zu den schon laufenden Hilfsmaßnahmen des Bundes wie Kurzarbeit und Härtefallfonds kommt nun der schon angekündigte 15 Milliarden-Nothilfefonds. Dieser Fonds gilt für Branchen und Unternehmen von Klein bis Groß, die gänzlich schließen mussten oder mit massiven Umsatzrückgängen kämpfen – vom Händler über den Gärtner bis zum Gastronomen.Geholfen wird mit einem Mix aus Kreditgarantien zur Liquiditätssicherung und nicht rückzahlbaren Zuschüssen.

Liquidität sichern und Schäden ersetzen

Die Kredite mit staatlichen Garantien von 90 Prozent der Kreditsumme sind dazu da, um dem Unternehmen rasche Liquidität zuzuführen. Ansprechpartner sind die jeweiligen Hausbanken der Unternehmen. Anträge sind ab 8. April möglich, abgewickelt wird das Hilfsprogramm durch die neu gegründete Covid-19-Finanzierungsagentur (COFAG).

Das zweite Instrument des Nothilfefonds ist ein steuerfreier, nicht rückzahlbarer Zuschuss für die im Zeitraum der Krise entstandenen Fixkosten wie Mieten, Strom oder Versicherungen, ersetzt werden auch Verluste durch verdorbene oder nicht mehr verkäufliche Waren wie Blumen oder Saisonwaren. Um diese Hilfe in Anspruch nehmen zu können, muss es einen Umsatzeinbruch von mindestens 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitrum geben, ersetzt werden 25 bis 75 Prozent.

Die Registrierung für die Zuschüsse soll ab 15. April über das Austria Wirtschaftsservice (aws) möglich sein. Die Auszahlung erfolgt nach Feststellung der Schadenssumme nach dem Ende des Wirtschaftsjahres.

Missbrauch vermeiden

Vorraussetzung für die Hilfe ist die Geschäftstätigkeit bzw. Liquiditätsprobleme in Österreich. Unternehmen über 250 Mitarbeiter müssen die Kurzarbeit nutzen. Außerdem dürfen im betroffenen Jahr keine Dividenden fließen, Boni für Vorstandsmitglieder werden beschränkt. Mit speziellen Regelungen und Einschränkungen werde Missbrauch dieser Hilfe vermieden.

Gastro stark betroffen

„Das größte Problem war, dass es von einem Tag auf den anderen passiert ist“, so Gastronom Thomas Altendorfer, der unter anderem das OX in der PlusCity betreibt. „Auf Teilbetrieb stellt man sich nicht ein“. Auch er hat mehr als 50 Prozent seiner Belegschaft in Kurzarbeit geschickt und aufgrund der vollen Lager Warenverluste hinnehmen müssen.

„Wir haben schon im März Zwei-Drittel des Umsatzes verloren, die Kosten sind aber sogar höher geworden“, spricht er die großen Probleme in der Branche an. Zumindest eine Aussetzung der April-Mieten konnte er ausverhandeln. Thomas Altendorfer bleibt trotz der schwierigen Umstände positiv: „Ich hoffe, dass wir im Mai dann wieder offen haben dürfen“.

„Der Corona-Nothilfe-Fonds ist einzigartig in Europa und macht uns allen Mut und Hoffnung. Diese Zuschüsse stärken das Eigenkapital der Betriebe. Das hilft ihnen nicht nur durch die Krisenzeit, sondern auch beim Neustart des wirtschaftlichen Lebens“, so WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer.


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