Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

LINZ-LAND. Das OÖ. Tourismuspaket sieht vor, dass in den 215 Tourismusgemeinden Oberösterreichs rund 29.000 Betrieben für heuer die Bezahlung der Tourismusbeiträge (Interessentenbeiträge) erlassen wird. Davon profitieren nicht nur rund 6.850 Unternehmen aus dem Bereich Tourismus.

Tourismuslandesrat Markus Achleitner und Landeshauptmann Thomas Stelzer (v.l.) Foto: Land OÖ/Mayrhofer

Auch zahlreiche weitere Betriebe sowie Freiberufler aus den verschiedensten Branchen, vom Bäcker und Fleischer über den Handel bis hin zu Friseuren, Tankstellen oder Taxiunternehmen werden damit unterstützt. „Insgesamt führt diese Befreiung von den Tourismusbeiträgen für diese 29.000 Unternehmen zu einer Entlastung von 10,5 Millionen Euro“, so Landeshauptmann Thomas Stelzer und Tourismus-Landesrat Markus Achleitner.

Tourismusverbände können mit Unterstützung rechnen

Die 19 oberösterreichischen Tourismusverbände, für die die Tourismusbeiträge eingehoben werden, erhalten diesen Betrag vom Land OÖ ersetzt. Zudem erhalten sie die Mittel bereits im zweiten Quartal des heurigen Jahres ausbezahlt und nicht erst im Herbst, wie sonst üblich. „Das gibt den oö. Tourismusverbänden Planungssicherheit über ihre finanziellen Mittel für die notwendigen Werbeaktivitäten für den Re-Start nach der Krise auch im Tourismus“, erklären Stelzer und Achleitner.

Für alle Tourismusbetriebe in Oberösterreich gibt es eine direkte Unterstützung des Landes durch die Übernahme der Zinsen für neue Überbrückungskredite durch die Österreichische Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) bis Ende des nächsten Jahres 2021. Die Bearbeitungskosten und Haftungsprovision für diese Überbrückungskredite werden vom Tourismusministerium übernommen.

Appell: Arbeitsplätze sollen erhalten werden

„Die Tourismuswirtschaft zählt zu jenen Branchen, die in Oberösterreich am härtesten von den Corona-Auswirkungen betroffen sind. Wir wollen die Existenz der Betriebe in Oberösterreich absichern und die Menschen in Beschäftigung halten. Gerade Tourismusbetriebe sollten Kündigungen vermeiden und stattdessen das Corona-Kurzarbeitsmodell der Bundesregierung nutzen. Denn Hotellerie und Gastronomie waren vor der Corona-Krise besonders vom Fachkräftebedarf betroffen, daher sind sie auch darauf angewiesen, nach der Krise mit ihren bewährten und eingespielten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wieder neu durchstarten zu können“, bekräftigen sowohl der Landeshauptmann als auch der Wirtschafts-und Tourismus-Landesrat die Wichtigkeit des 18 Millionen Euro Pakets.

Schutz der Gastro gefordert

Thomas Altendorfer, seit rund 30 Jahren erfolgreich in der Gastronomie tätig – unter anderem als Gründer der OX Steaks & Grill Restaurantkette – fordert für die Rettung der Gastronomie rasche und rückzahlungsfreie finanzielle Zuschüsse. Ergänzend dazu will er eine massive Einschränkung für die fahrende Gastronomie, für Zeltfeste und ähnliche Veranstaltungen branchenfremder Organisationen, dass die Gastronomie ab dem Zeitpunkt des Aufsperrens nach Corona, die bis dahin entstandenen Umsatzverluste so gut wie möglich kompensieren kann.

„Mit der aktuellen Unterstützung durch Bund und Länder ist der Branche nur unzureichend geholfen. Die meisten Wirte benötigen keine Stundungen von Steuern und Abgaben, keine Kredite oder sonstige Unterstützungsleistungen, die die Zahllast nur verschieben“, sieht Altendorfer sonst eine Pleitewelle unter Gastronomen nur verspätet.

Regeln unbedingt einhalten

Thomas Mayr-Stockinger, der Ansfeldner Fachgruppenobmann der oö. Gastronomie mahnt bei der mittlerweile erlaubten Selbstabholung von Speisen zu eiserner Disziplin: „Diese Selbstabholung ist mit strengen Auflagen verbunden, die es unbedingt einzuhalten gilt“. Bei Nichtbeachtung, so seine Warnung, könne eine abermalige Schließung drohen.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden