„Wir hoffen, dass die Menschen darauf warten, wieder zu trainieren“

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Daniel Rainer und Melanie Gilhofer erfüllten sich den Traum vom eigenen Studio. (Foto: Ramaseder)
David Ramaseder David Ramaseder, Tips Redaktion, 06.05.2021 16:40 Uhr

LEONDING. Daniel Rainer und Melanie Gilhofer haben sich vergangenes Jahr im Jänner mit einem eigenen Fitnessstudio ihren großen Traum erfüllt. Lange konnten sie bisher jedoch nicht offen haben, jetzt hoffen sie – wie die gesamte Branche – auf die Öffnungsschritte Mitte Mai.  

Die Eröffnung im Jänner 2020 war ein voller Erfolg, die beiden Leondinger starteten voller Elan und Begeisterung ihr eigenes Studio in der Wegscheider Straße. „In der ersten Zeit ist es auch super angelaufen, leider mussten wir dann aber nach zweieinhalb bis drei Monaten wieder schließen, wegen dem ersten Lockdown“, erzählt Daniel Rainer. Das Pärchen ließ sich von diesem Rückschlag aber nicht unterkriegen. Auch wenn es nicht wusste, wie es weitergehen wird, war es guter Dinge.

„Als wir wieder aufsperren durften, konnten wir auch gleich einige neue Kunden auf uns aufmerksam machen. Unser Angebot hatte sich auch langsam herumgesprochen“, konnten die Unternehmer auch aus dem ersten Lockdown noch gestärkt herauskommen. Ihre Motivation war jedenfalls groß, bis der nächste Rückschlag folgte.

An Corona erkrankt

Nach rund zweieinhalb Monaten mussten Rainer und Gilhofer ihr Studio abermals für sechs Wochen schließen, da sie beide selbst an Corona erkrankt waren. „Ich hatte über drei Wochen starkes Fieber und lange mit den Nachwehen zu kämpfen“, erzählt Daniel Rainer, der von Geburt an nur eine Niere hat. Bis zum nächsten Lockdown im November konnten sie nur noch drei Wochen offen haben. „Seither haben wir zu.“

Herzblut hineingesteckt

„Für uns war es die Erfüllung. Wir wollten einfach alles sauber und schön haben. Die Kunden sollen sich, sofort wenn sie hereinkommen, einfach wohl fühlen“, erzählen die beiden von den umfassenden Umbauarbeiten vor der Eröffnung. „Daniel und mein Vater haben ein dreiviertel Jahr das Geschäft umgebaut“, so Melanie Gilhofer. Nun hoffen sie, dass die Menschen genauso sehnsüchtig darauf warten, wieder trainieren zu dürfen.

„Unsere größte Sorge ist, dass dann, wenn wir wieder öffnen dürfen, die Neukunden einfach ausbleiben. Dann müssen wir uns – so ehrlich müssen wir sein – Gedanken darüber machen, was wir dann machen. Recht lange können wir in so einem Fall das sicher nicht mehr erhalten.“ In den ersten Monaten haben sie – um den Kundenstock halten zu können – den Mitgliedern ihr Guthaben gutgeschrieben. „Seit November haben wir aber keine Einnahmen mehr.“

Finanzlage schwierig

Trotz einiger Reserven ist die finanzielle Situation für das Pärchen mittlerweile schwierig. „Nach einigen Monaten ohne Einnahmen haben wir einen Überbrückungskredit aufgenommen, der jetzt allerdings schon wieder fällig ist“, erklärt Rainer das Dilemma. Auch die Leasing-Raten für die Geräte müssen mittlerweile wieder beglichen werden. „Wir hatten das Glück, dass wir ein paar finanzielle Reserven hatten und uns unsere Familien unterstützt haben. Ohne dem würden wir jetzt sicher nicht mehr da sitzen“, sind die beiden überzeugt.

Optimistisch in die Zukunft

Trotz der Schwierigkeiten – durch die späte Gründung fallen sie auch bei einigen Förderungen durch den Rost – lassen sie sich ihren Traum nicht zerstören: „Wir hoffen, die Menschen werden in Zukunft mehr in sich selber investieren. Zum Restart wollen wir den Kunden so gut es geht den Einstieg erleichtern, laden jeden herzlich ein, das Training auszuprobieren“, lassen sich Rainer und Gilhofer nicht unterkriegen.

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