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LEONDING/WILHERING/KIRCHBERG-THENING. Ziel der neuen Klima- und Energiemodellregion (KEM) Kürnbergwald ist es, mit der Umsetzung von Maßnahmen in den Bereichen Energie und erneuerbare Energieträger, nachhaltige Mobilität und Bewusstseinsbildung eine Reduktion der CO2-Emissionen zu erreichen.

Die Vertreter der Klima- und Energiemodellregion Kürnbergwald suchen gemeinsam mit Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner und Vertretern der regionalen Industrie nach nachhaltigen Energie- und Mobilitätslösungen. (Foto: Land OÖ/Lisa Schaffner)

Die jüngste oberösterreichische Klima- und Energiemodellregion nimmt nach der Anerkennung durch den österreichischen Klima- und Energiefonds ihre Arbeit auf. Die drei Gemeinden Leonding, Wilhering und Kirchberg-Thening arbeiten gemeinsam an einem klimafreundlichen und zukunftsweisenden Umsetzungskonzept mit mindestens zehn Umsetzungsschwerpunkten für die Modellregion.

Dazu gehört auch, das Potenzial für lokale Erzeugung und die Nutzung erneuerbarer Energien in der Region zu heben und gleichzeitig den Energieverbrauch zu reduzieren. Für die KEM-Region „Kürnbergwald“ ist es das gemeinsame oberste Ziel, mit den beteiligten Gemeinden und Partnern einen strukturierten und akkordierten Umsetzungsplan zu entwickeln.

Wirtschaft mit ins Boot holen

Die KEM-Ziele erfordern eine Interaktion und Integration zwischen den Regionsgemeinden, der regionalen Wirtschaft, den Bürgern sowie dem regionalen Energie- und Mobilitätssystem. Die Region soll in einem offenen Innovationsrahmen entwickelt werden, der von den drei Partnergemeinden in Zusammenarbeit mit Industrie und Investoren, Forschung, Landwirtschaft und Bürgerorganisationen ausgearbeitet werden soll. „Zwischen Linz und Wels gelegen ist die Region im oberösterreichischen Zentralraum gemessen am Bruttoregionalprodukt pro Kopf, neben der Bundeshauptstadt Wien, die wirtschaftlich stärkste Region Österreichs“, so Susanne Steckerl, Geschäftsführerin Agentur für Standort und Wirtschaft Leonding. Daher liegt es für Leondings Bürgermeisterin Sabine Naderer-Jelinek auf der Hand, „dass wir Energiegemeinschaften mit Industrie-Partnern vor Ort andenken müssen“.

Ressourcen schonen

Für Klima- und Energiemodellregionsmanager Josef Fürnhammer ist das große Ziel die Unabhängigkeit von fossiler Energie. Das sei nur über die Reduktion des Energieverbrauchs, die Hebung des regionalen Energiepotentials sowie den Ausbau erneuerbarer Energie möglich. „Bewusstseinsbildung ist dabei für alle Bereiche wichtig und ein Arbeitsauftrag für alle“, so Fürnhammer, der mit dem Konzept der „Klimaschulen“ – ein Angebot vom Klimabündnis OÖ – damit schon im Kindesalter beginnen möchte.

Musterschüler der Industrie

„Vor allem die Einbindung aller Beteiligten, von den Gemeinden über die Wirtschaft und die Landwirtschaft bis hin zu den Bürgern, ist eine zentrale Voraussetzung für die Bewältigung der aktuellen Herausforderungen, insbesondere beim Klimaschutz und der Transformation von Energieversorgung und Mobilität“, unterstreicht auch Wirtschafts- und Energie-Landesrat Markus Achleitner.

Rosenbauer zählt zu den wichtigsten Arbeitgebern der Region und ist sich seiner Rolle bewusst. „Wir sehen unsere Verantwortung auch gegenüber der Umwelt und die beginnt bei Rosenbauer bereits in der Produktion.“ So setzt das Unternehmen stark auf die Förderung erneuerbarer Energien, nachhaltige Mitarbeitermobilität sowie die effiziente Nutzung von Ressourcen. „Gerade in diesen Bereichen sehen wir große Stellschrauben für eine konsequente Reduzierung der CO2-Emissionen, die ein wesentlicher Bestandteil unserer Nachhaltigkeitsstrategie ist“, so Tomaschko, CTO Rosenbauer International AG.

Auch Ebner Industrieofenbau arbeitet mit Hochdruck an neuen Wegen, um seine Industrieöfen noch effizienter zu gestalten. „Wir sind heute schon in der glücklichen Lage, dass alle unsere Öfen elektrisch beheizt werden können“, so CEO Robert Ebner, der seit einem Jahr eine vermehrte Nachfrage nach „grünen“, nachhaltigen Lösungen erkennt.


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