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HÖRSCHING. DHL Express stärkt sein Luftfrachtnetz und gründet unter dem Namen „DHL Air Austria“ eine neue Fluggesellschaft für den europäischen Markt mit Sitz in Österreich. 

 (Foto: Flughafen Linz GesmbH)
(Foto: Flughafen Linz GesmbH)

„Diese Standortentscheidung für Österreich ist ein starkes Signal für unser Land“, erklärt Staatssekretär Magnus Brunner in einem gemeinsamen Pressegespräch am Flughafen Linz mit Ralf Schweighöfer, CEO DHL Express Österreich, und Norbert Draskovits, Geschäftsführer des Flughafen Linz.

„Die neue Airline mit österreichischer Lizenz schafft bis zu 50 neue Arbeitsplätze am Boden. Das bringt wichtige Wertschöpfung für die Region“, so der Staatssekretär für Luftfahrt. Mit dieser Standortentscheidung werde auch die Qualität von Austro Control gewürdigt. „Das bestätigt die Kompetenz von Austro Control und der im BMK angesiedelten Obersten Zivilluftfahrbehörde. Diese Standortentscheidung ist natürlich auch angesichts der geographischen Lage Österreichs im Herzen Europas sinnvoll: Österreich hat aufgrund seiner Infrastruktur eine zentrale Position und ist Drehscheibe zwischen West und Ost genauso wie zwischen Nord und Süd. So bietet Österreich die besten Rahmenbedingungen für Unternehmen aus dem In- und Ausland. Linz hat sich somit als der Cargo-Flughafen Österreichs etabliert.“

Gesetzesänderung bringt 27 Millionen für Flughafen Linz

Staatssekretär Magnus Brunner informiert zudem, dass durch zwei neue Luftfahrtgesetze die Finanzierung der österreichischen Flughäfen gesichert wurde. Ausgelöst durch die Corona-Krise wurden das Flughafenentgeltegesetz und das Luftfahrtgesetz neu ausgearbeitet. „Mit diesen Novellen verhindern wir den Absturz der Flughafenentgelte und leisten Aufwind für Österreichs Luftfahrt. Ohne Gesetzesänderung würden die Entgelte für den Flughafen Linz bis 2026 um rund 45 Prozent sinken. Wir haben für den Flughafen Linz somit rund 27 Millionen Euro für die nächsten fünf Jahre gesichert.“ Die Bundesregierung steuert hier gesetzlich gegen, weil sonst durch die Corona-Krise und den Einbruch des Flugverkehrs bedingt die gesetzlich zulässigen Gebühren der Flughäfen in den Keller rasseln würden.

„Mit der neuen Fluggesellschaft passen wir unser europäisches Netzwerk an und bereiten es für weiteres Wachstum vor. Wir freuen uns sehr, dass Österreich als attraktiver Standort für die DHL Air Austria ausgewählt wurde und sind besonders stolz, dass hier bis im Oktober 2021 bis zu 50 neue Arbeitsplätze entstehen“, so Ralf Schweighöfer. „Mit diesem wichtigen Schritt gestalten wir einerseits unser Luftverkehrsfrachtnetz in Europa flexibler und stabiler, zugleich bedienen wir weiterhin die hohe Nachfrage unserer Kunden nach grenzüberschreitenden Express-Lieferungen und können ihnen ausreichend Express-Kapazitäten zur Verfügung stellen. An dieser Stelle wollen wir den Behörden, dem Ministerium und Austro Control für die bisherige erfolgreiche Zusammenarbeit danken.“

Herausforderungen gut gemeistert

„Im Passagierverkehr sind die Folgen der Covid-Krise immer noch deutlich spürbar. Der Urlaubsreiseverkehr erholt sich dabei rascher als der Geschäftsreiseverkehr“, erklärt Norbert Draskovits. In einem normalen Jahr hat der Flughafen Linz rund 500.000 Passagiere, vergangenes Jahr wurden 50.000 Passagiere gezählt. Umso wichtiger sei es daher, dass das zweite, große Standbein, die Luftfracht, sehr gut funktioniert.

„In den vergangenen Monaten haben wir einen regelrechten Boom bei der Luftfracht erlebt und rechnen damit, dass wir bis Jahresende ein Wachstum von 20 Prozent verzeichnen werden. Durch den Rückgang des globalen Langstreckenverkehrs waren die Frachtkapazitäten reduziert. Passagiermaschinen wurden zu Frachtmaschinen umgebaut. Derartige Flugzeuge rasch abzufertigen ist eine besondere Herausforderung, die wir sehr gut gemeistert haben. Damit ist es uns gelungen, in der Spitzenzeit jeden dritten Tag eine Sondermaschine in Linz zu haben und konnten daher von den Verwerfungen in den Lieferketten profitieren.“


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