Asfinag-Standort grün und sicher bei Blackout durch intelligentes Stromnetz

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Marlis Schlatte Marlis Schlatte, Tips Redaktion, 24.11.2021 10:55 Uhr

ANSFELDEN. Ab sofort wird die Autobahnmeisterei, der Bürostandort der ASFINAG in Ansfelden sowie die Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge durch eine leistungsstarke Photovoltaik-Anlage mit umweltfreundlicher Energie versorgt. Ergänzt wird diese Anlage durch ein sogenanntes „Smart Grid“, ein intelligentes Stromnetz mit Batteriespeicher. Damit wird der gesamte Standort vom Stromnetz unabhängig und ist auch für den Fall eines Blackouts gerüstet.

Die Mitarbeiter in Ansfelden betreuen unter den 42 ASFINAG-Autobahnmeistereien den österreichweit längsten Streckenabschnitt. Der Standort ist strategisch als besonders relevant eingestuft, da er im Krisenfall auch von den Blaulicht-Organisationen genutzt wird und ein wesentlicher Stützpunkt für die E-Mobilität ist. Dank innovativer Technik steht dort ab sofort auch im Falle eines Blackouts noch genügend Leistung zur Verfügung. Mit einer Spitzenleistung von 410 kWp geht jetzt die Anlage mit 1.106 Photovoltaik-Modulen am Dach der Autobahnmeisterei beim Knoten Linz in Betrieb. In Kombination mit einem Batteriespeicher für Energieüberschüsse deckt sie den Bedarf der Gebäude. Gleichzeitig versorgt sie vor Ort auch die Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge. Die Anlage wird einen Jahresertrag von bis zu 410.000 Kilowattstunden bringen. Rund 85 durchschnittliche Haushalte könnten mit dem aus Sonnenenergie erzeugten Strom ein Jahr lang versorgt werden. 40 Tonnen CO2-Emmissionen werden jährlich durch die gesamte neue Anlage eingespart. Der Stromüberschuss wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist.

„Smart Grid“ organisiert Stromversorgung

„Das Ziel der ASFINAG ist es, den energieintensiven Betrieb der Autobahnen und Schnellstraßen umweltfreundlicher zu gestalten. Daher rüsten wir österreichweit immer mehr unserer Standorte sowie Tunnel mit Anlagen zur nachhaltigen Stromerzeugung aus. Diese Maßnahme ist ein wichtiger Schwerpunkt im Rahmen unseres Klimaschutzprogrammes. Der große ASFINAG-Standort in Ansfelden wird zudem nicht nur mit grüner Energie versorgt, sondern verfügt jetzt auch über ein intelligentes und autarkes Stromnetz“, sagt ASFINAG-Vorstand Hartwig Hufnagl. Bei einem Netzausfall fungiert der neue Energiespeicher mit 700 kWh als alternative Batterie-Quelle. Die dazugehörige Smart-Grid-Anlage „managt“ die Energieflüsse rund um die Uhr optimal. „Smart Grid“ bezeichnet ein Stromnetz, das aus untereinander vernetzten, kommunizierenden Teilnehmern besteht. In Sekundenbruchteilen wird also entschieden, woher der benötigte Strom bezogen wird: aus der Photovoltaik-Anlage, dem Batteriespeicher beziehungsweise dem Notstromaggregat, sollte auch das öffentliche Netz ausfallen und die Batterie bereits leer sein. 

Die maximale Leistung der Anlage wird in den Sommermonaten erreicht. Dann wird der eigene Bedarf zu 100 Prozent durch vor Ort erzeugten Strom gedeckt. Die ASFINAG investierte in diese intelligente Photovoltaik-Infrastruktur rund 1,3 Millionen Euro.

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