Rosenbauer reduziert Ausblick für 2022
LEONDING. Der Rosenbauer Konzern reduziert seinen Ausblick für das laufende Geschäftsjahr. Nach einer neuen Vorschaurechnung wird sich der Umsatz 2022 auf rund eine Milliarde Euro belaufen. Der Grund für diese Anpassung ist die Invasion Russlands in der Ukraine, durch die die Unsicherheit bei der Versorgung mit LKW-Fahrgestellen noch einmal deutlich gestiegen ist und sich energieintensive Bauteile verteuert haben.

Der Rosenbauer Konzern hat in den ersten drei Monaten 2022 Umsatzerlöse in Höhe von 176,7 Millionen (erstes Quartal 2021: 206,2 Millionen Euro) erzielt. Das Geschäftsvolumen der Unternehmensgruppe lag damit um 14,3 Prozent unter der Vergleichsperiode des Vorjahres. Der Grund für diese Entwicklung sind die anhaltenden Störungen der internationalen Lieferketten, allen voran die verspäteten Lieferungen von LKW-Fahrgestellen, die sich durch die russische Invasion in der Ukraine weiter verschärft haben und die Fertigstellung sowie Übergabe von Fahrzeugen verzögern. Die Materialengpässe betreffen mittlerweile die nordamerikanischen Werke ebenso wie die europäischen Produktionsstandorte von Rosenbauer.
Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich als Folge des niedrigeren Bruttoergebnisses und der gestiegenen Strukturkosten auf -18,6 Millionen Euro im Vergleich zu 0,4 Millionen Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Auftragseingang lag gleichzeitig mit 263,1 Millionen Euro deutlich über den Umsatzerlösen des ersten Quartals. Angesichts der höchst unsicheren Produktionsbedingungen erwartet der Vorstand des Rosenbauer Konzerns für das laufende Jahr bei vollen Auftragsbüchern einen Umsatz von rund einer Milliarde Euro.
Dank voller Auftragsbücher sollte die globale Feuerwehrbranche diesen Vorzeichen zum Trotz 2022 wieder neues Wachstum zeigen können. Entscheidend für die Branchenentwicklung wird sein, wie lange die bestehenden Lieferschwierigkeiten noch anhalten und wie sehr sie den regulären Produktionsbetrieb beeinträchtigen.
Weiterer Ausblick
Die globale Feuerwehrbranche ist mit vollen Auftragsbüchern in das neue Jahr gestartet und sollte durchaus neues Wachstum zeigen können. Insbesondere in den entwickelten Volkswirtschaften Nordamerikas und Europas ist die Investitionsbereitschaft ungebrochen. Gleichzeitig sorgen die anhaltenden Lieferkettenstörungen und der Druck auf die internationalen Energie- und Rohstoffmärkte durch den Einmarsch Russlands in die Ukraine für hohe Volatilität.Der Rosenbauer Konzern hat den April genutzt, um sich durch Kurzarbeit an seinem größten Standort in Leonding, Oberösterreich, mit wichtigen Lieferanten zu synchronisieren und Materialreserven aufzubauen.


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