Diskussion um geplanten Kremssteg in Neuhofen

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Marlis Schlatte Tips Redaktion Marlis Schlatte, 01.07.2022 11:56 Uhr

NEUHOFEN. Uneinigkeit in der Gemeindepolitik herrscht derzeit über den geplanten Kremssteg in Neuhofen. Die FPÖ kritisiert das Projekt scharf, es sei „ohne Mehrwert“ aber mit „hohen Planungs- und Baukosten“ verbunden. Die Grünen, die das Projekt vorrangig vorantreiben, sehen diese Kritik als nicht gerechtfertigt an.

„Bereits seit Jahren treiben die Grünen Neuhofen dieses Projekt voran. Von der ursprünglichen Idee, die Erreichbarkeit des Nahversorgers durch einen Steg über die Krems zu garantieren, ist leider nicht mehr viel übriggeblieben. Mittlerweile gibt es keinen Nachversorger mehr. Wir sehen daher dieses Projekt mit den alleinigen Planungskosten von 40.000 Euro und Baukosten von budgetierten 200.000 Euro als Steuergeldverschwendung“, so FPÖ-Fraktionsobmann Günther Wimmer. „Gerade weil der Billa im Juni geschlossen hat, ist es wichtig, dass der Ortsteil Gries über den Kremssteg besser angebunden ist an Unimarkt, Penny und Bipa (auf der anderen Seite). Auch die Sicherheit der Schüler:innen im Ortsteil Dambach erhöht sich deutlich, da sie nicht mehr weite Strecken über Landes- bzw. Bundesstraßen fahren müssen, um zum Bahnhof zu kommen“, entgegnet Michael Langerhorst, Gemeindevorstand der Grünen Neuhofen, dieser Kritik. Der Kremssteg für Fußgänger und Radfahrer sei vor einigen Jahren in einer amtlichen Umfrage zu Verkehrsthemen ganz besonders von den Neuhofnern unterstützt worden. Sowohl ÖVP als auch SPÖ unterstützen das Projekt, bei den Grünen habe es eben eine höhere Priorität.

Kritik am Budget

Für die Blaue Fraktion sieht vor allem auch das geplante Budget als zu hoch für den Sinn des geplanten Steges. „Das Budget für die Planung allein ist für unsere Verhältnisse bereits immens. Da ist aber noch lange nicht gebaut, beziehungsweise hat man sich noch keine Gedanken über Folgekosten gemacht“, so FPÖ Ortschef Uwe Mayer. „Die FPÖ Neuhofen führte bereits in der Vergangenheit Gespräche mit bestehenden Nahversorgern und sieht eine gemeinsame Konzeptentwicklung bei der eine Lösung mit möglichst kurzen Wegen, geringen Verkehrsaufkommen, keinem Queren der B139 und keiner Notwendigkeit der Errichtung eines Steges als wesentlich wichtiger an. Außerdem wird hier Geld im Budget 'reserviert' und bei den Grünen ist man sich noch nicht einmal einig, wo denn dann der Kremssteg gebaut werden soll“, so Wimmer (FPÖ) abschließend. Die Vorteile für die Neuhofner Bevölkerung würde dennoch überwiegen, so die Grünen Neuhofen: „Die Folgekosten sind vernachlässigbar, besonders im Vergleich zum aus unserer Sicht nicht notwendigen Gemeinderat-Saal im Neubau des Gemeindeamtes, den die FPÖ im Gegensatz zu uns mitträgt. Wir laden die FPÖ ein, öfter mal mit dem Fahrrad zu fahren, um den Vorteil des Kremsstegs selbst 'erfahren' zu können. Letztlich führt das auch zu weniger hausgemachtem Verkehr im Ort.“

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Kommentare

  1. Günther W.
    Günther W.02.07.2022 17:16 Uhr

    Nur die halbe Wahrheit - Leider wurde wie so oft nicht die ganze Wahrheit von den Grünen gesagt. Es ist nur den Grünen geschuldet das Billa nach Kematen abgesiedelt ist. Grün war immer dagegen das sich Billa /Rewe einen verkehrsgünstig besseren Platz sichern konnte. Denke die FPÖ ist da einen gewaltigen Schritt weiter. Nach jahrzehntelangem Stillstand wird aktuell von FPÖ gemeinsam mit der stellvertretenden Bürgermeisterin Petra Baumgartner versucht einen Standort für einen Nahversorger in der Nähe des Bahnnofes zu finden!! Einfach nur unwahr ist die Behauptung das durch den Radsteg einen Verkürzung des zurück zulegenden Weges auf der B139 zu erreichen ist. Zum Thema Neubau und Gemeinderat-Saal erspare ich mir jeden Kommentar



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