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LINZ-LAND. In Leonding, Pasching und Hörsching sind mögliche Gesundheitsgefährdungen durch PFAS, Industriechemikalien mit wasser-, fett- und schmutzabweisenden Eigenschaften, aufgetreten. Die Ergebnisse eines detaillierten Messprogramms im Jahr 2022 rund um den Linzer Flughafen zeigten Überschreitungen des künftig geltenden Grenzwertes auf.

Löschschaum wurde als Verursacher ausgemacht (Symbolfoto) (Foto: Dushlik-stock.adobe.com)
Löschschaum wurde als Verursacher ausgemacht (Symbolfoto) (Foto: Dushlik-stock.adobe.com)

Umgehend informierte das Land Oberösterreich die betroffene Bevölkerung und startete eine Ausforschung der Verursacherquelle. Ein flächendeckendes Messnetz wurde aufgebaut, und umfassende Beprobungen an 80 Grundwassermessstellen fanden statt. Notversorgungen wurden für an Genossenschaften angeschlossene Haushalte sichergestellt, während mit November 2023 auch die letzten Hausanschlüsse für mit Hausbrunnen versorgte Haushalte an die kommunale Wasserversorgung hergestellt wurden. Insgesamt wurden Bundes- und Landesförderungen für diese Maßnahmen zugesagt, und die Trinkwasserversorgung für rund 400 betroffene Einwohner konnte gesichert werden. Als Hauptverursacherquelle wurde der Einsatz von fluorhaltigen Löschschäumen nachgewiesen, insbesondere am Flughafen Linz-Hörsching und beim Brandereignis der AVE 2019.

Löschmittel als Verursacher

Die Verdachtsfälle auf PFAS-Verunreinigungen, insbesondere am Flughafen Linz-Hörsching, beim Brandereignis der AVE 2019 und bei Übungen der Freiwilligen Feuerwehr Pasching, hängen allesamt mit dem Einsatz von Löschmitteln zusammen. Trotzdem, so betont Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder, war der Einsatz dieser Löschmittel zum Zeitpunkt der Verunreinigung nicht verboten und sogar vorgeschrieben. Es sei wichtig, dies zu betonen, um die Notwendigkeit von präventiven Maßnahmen zu unterstreichen.

„Wir haben Verursacher gefunden, aber definitiv keine Schuldigen“, betont Kaineder. Maria Wiesauer, Expertin Trinkwasseraufsicht beim Land OÖ, erklärte, dass der zukünftige Grenzwert für Trinkwasser erst ab 2026 gilt, während für Grundwasser und Oberflächengewässer noch keine Grenzwerte festgelegt sind. Aktuell wurde kein Grenzwert überschritten, was rechtliche Handhabe erschwert. Wiesauer betonte jedoch, dass im Hinblick auf die Gesundheitsvorsorge Maßnahmen einzuleiten seien. Kaineder betonte die Wichtigkeit, den Menschen in den betroffenen Gebieten Wasser ohne Chemikalien in zu hoher Konzentration zur Verfügung zu stellen.

Weiteres Vorgehen

„Kurzfristige Maßnahmen wurden eingeleitet, um weiteres Eindringen zu verhindern, und Gespräche mit der AVE zur Sanierung des Standorts wurden geführt. Die Zusammenarbeit mit betroffenen Firmen und Gemeinden bleibt im Fokus“, so Manfred Hageneder, Bezirkshauptmann von Linz-Land. „Wir werden sehr eng mit den zuständigen Behörden zusammenarbeiten und auch die einzuleitenden Sanierungsmaßnahmen transparent kommunizieren. Ich möchte aber betonen, dass die als Ursache der Verunreinigungen identifizierten Löschmittel zu jeder Zeit den gesetzlichen Vorgaben entsprochen haben“, so Norbert Draskovits, Geschäftsführer des Linzer Flughafens.


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