Mehr Ältere im Bezirk Linz-Land, neue Herausforderungen
LINZ-LAND. Im Bezirk Linz-Land werden die Menschen älter – und das hat Folgen für viele Lebensbereiche. Gleichzeitig feiert der Seniorenbund sein 70-jähriges Bestehen und richtet den Blick nach vorne.

Der Seniorenbund ist im Bezirk breit aufgestellt: 4.946 Mitglieder sind aktuell in 23 Ortsgruppen organisiert. Allein im vergangenen Jahr kamen 361 neue Mitglieder dazu. Besonders erfolgreich beim Neumitgliederwettbewerb waren die Ortsgruppen Enns, Leonding und Niederneukirchen sowie – relativ zur Größe – Niederneukirchen, Allhaming und Enns.
„Die Ortsgruppen sind das Fundament unserer Gemeinschaft“, betonen Pühringer und Ebner. Sie würden den direkten Kontakt zu den Mitgliedern halten und ein vielfältiges Angebot bieten. Auch Bezirksobfrau Josefine Richter hebt die Bedeutung hervor: Man wolle ein breites Programm aus Sport, Kultur, Reisen und Information bieten und gleichzeitig das Miteinander stärken.
Maßnahmen notwendig
Der Anteil der über 60-Jährigen wird von derzeit 27 Prozent bis 2050 auf rund 32 Prozent steigen. Das entspricht einem Zuwachs von etwa 14.800 Personen, während die Gesamtbevölkerung insgesamt um rund 18.000 Menschen wächst.
Diese Entwicklung hat weitreichende Auswirkungen. Besonders betroffen sind die Bereiche Pflege, Gesundheit und Soziales, aber auch Mobilität, Nahversorgung oder Tourismus verändern sich. Gleichzeitig rücken Themen wie Altersdiskriminierung, Einsamkeit und das gesellschaftliche Bild älterer Menschen stärker in den Fokus.
„Die Generation 60+ wächst stark. In Bereichen wie dem Ehrenamt bringt das Vorteile mit sich. Gleichzeitig sind die demografische Entwicklung und ihre Auswirkungen aber eine der großen Herausforderungen der nahen Zukunft“, erklären Landesobmann Josef Pühringer und Landesgeschäftsführer Franz Ebner.
Heuer begeht der OÖ Seniorenbund zudem sein 70-jähriges Bestehen. 1956 gegründet, zählt er heute mehr als 77.000 Mitglieder und versteht sich als Interessenvertretung, Beratungsstelle und Gemeinschaft. Zum Jubiläum wurden eine Chronik sowie eine Wanderausstellung erarbeitet, die im Laufe des Jahres auch in den Bezirken gezeigt wird.
Mit Blick in die Zukunft arbeitet der Seniorenbund an einem Forderungspaket. Im Zentrum stehen Pflege, Gesundheit, soziale Sicherheit und gesellschaftliche Teilhabe. „Der Großteil der Seniorinnen und Senioren ist heute aktiv und engagiert. Dafür braucht es ein realistisches und wertschätzendes Altersbild“, so Pühringer und Ebner.


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