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Trauns Bürgermeister Karl-Heinz Koll traf Ministerin Claudia Bauer zu einem Arbeitsgespräch

Norbert Mottas, 23.03.2026 11:57

TRAUN. Bürgermeister Karl-Heinz Koll (ÖVP) begrüßte die Bundesministerin für Europa, Integration und Familie Claudia Bauer (ÖVP) zu einem intensiven Arbeitsgespräch zu den Themen Integration und Segregation sowie zu einem gemeinsamen Besuch des Projekts „Wohnen im Dialog“.

Trauns Bürgermeister Karl-Heinz Koll empfing Bundesministerin für Claudia Bauer zu einem Arbeitsgespräch in Traun. (Foto: Stadtarchiv Traun)

Im Zentrum des Austauschs von Bürgermeister Karl-Heinz Koll und Bundesministerin  Claudia Bauer standen Integration, Segregation sowie Strategien zur Verhinderung von Parallelgesellschaften. Angesichts eines Ausländeranteils von rund einem Drittel der Trauner Bevölkerung, vorwiegend aus Bosnien und Herzegowina, Rumänien und der Türkei, kommt diesen Fragen in Traun besondere Bedeutung zu. Bundesministerin Bauer betonte die Wichtigkeit des persönlichen Austauschs vor Ort: „Mir ist es wichtig, mir selbst ein Bild von den Herausforderungen und Rahmenbedingungen in den Gemeinden zu machen. Der direkte Austausch mit den Verantwortlichen liefert dafür eine unverzichtbare Grundlage.“

Verhinderung von Parallelgesellschaften

Traun versteht sich als offene und vielfältige Stadt, in der jeder willkommen ist. Diese Offenheit geht jedoch mit klaren Erwartungen einher: Westliche Grundwerte sowie die Bereitschaft, ein aktiver und friedlicher Teil der Gemeinschaft zu sein, gelten als unverzichtbar. Bürgermeister Koll betont die Notwendigkeit eines ausgewogenen Zugangs: „Unsere Stadt lebt von der Vielfalt. Es geht nicht darum, die eigene Herkunft zu verleugnen, sondern ein respektvolles Miteinander zu schaffen. Gleichzeitig müssen wir darauf achten, dass Parallelgesellschaften gar nicht erst entstehen. Unterschiedliche Sichtweisen, Impulse und ein offener Diskurs sind dabei besonders wichtig. In diesem Sinne danke ich der Bundesministerin für ihr Interesse und den bereichernden Austausch.“

Direkter Austausch unverzichtbar

Im Anschluss an das Arbeitsgespräch besuchten die Bundesministerin und der Bürgermeister das Projekt „Wohnen im Dialog“. Dieses leistet einen wichtigen Beitrag zum Zusammenleben in Wohngebieten und öffentlichen Räumen und wirkt direkt im Lebensumfeld der Bevölkerung. Mit einem niederschwelligen Ansatz trägt „Wohnen im Dialog“ wesentlich dazu bei, den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Traun nachhaltig zu stärken und Integration im Alltag zu fördern, etwa in den Bereichen Sprache sowie bei der Arbeits- und Wohnungssuche.


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