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Ansfelden greift bei 70 Millionen Budget auf Härteausgleich zurück

David Ramaseder, 27.03.2026 11:06

ANSFELDEN. In der vergangenen Sitzung des Ansfeldner Gemeinderats wurde der Voranschlag 2026 beschlossen. Die Stadt muss erstmals auf den Härteausgleich zurückgreifen. Trotz angespannter Rahmenbedingungen bleiben zentrale Leistungen für die Bevölkerung erhalten, gleichzeitig sind Investitionen etwa in Kinderbetreuung und Infrastruktur vorgesehen.

Bürgermeister Christian Partoll (Foto: Stadtgemeinde Ansfelden)
Bürgermeister Christian Partoll (Foto: Stadtgemeinde Ansfelden)

Erstmals gelingt der Haushaltsausgleich jedoch nicht mehr aus eigener Kraft: Rund 2 Millionen Euro aus dem Härteausgleichsfonds des Landes Oberösterreich sind notwendig. Damit verbunden ist ein strenger Maßnahmenkatalog, der sämtliche Einnahmen und Ausgaben unter genauer Kontrolle stellt.

Die Stadt verweist auf eine bislang solide Finanzpolitik. So konnten die Budgets in den vergangenen Jahren – abgesehen von Ausnahmen – ausgeglichen geführt werden, auch der Rechnungsabschluss 2025 schloss leicht positiv ab.

Für die Bevölkerung sollen Einschnitte möglichst gering bleiben. Förderungen für Vereine und Feuerwehren werden weiterhin gewährt, ebenso bleibt der Betrieb von Einrichtungen wie Bibliothek oder Freibad gesichert. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau der Kinderbetreuung, wofür rund 10 Millionen Euro eingeplant sind. Auch Gebührenerhöhungen sind vorerst nicht vorgesehen.

Reformen gefordert

Hauptgrund für die angespannte Lage sind laut Stadt stark gestiegene Umlagen und Transferzahlungen, etwa für Krankenanstalten oder den Sozialbereich. Diese seien in den vergangenen Jahren deutlich stärker gewachsen als die Einnahmen. Dadurch öffne sich die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben zunehmend.

Bürgermeister Christian Partoll sieht daher Reformbedarf: „Die Entwicklung zeigt deutlich, dass viele Gemeinden zunehmend an ihre finanziellen Grenzen stoßen. Ansfelden hat über Jahre hinweg solide gewirtschaftet – doch ohne grundlegende Reformen wird es immer schwieriger, die vielfältigen Aufgaben der kommunalen Daseinsvorsorge weiterhin in gewohnter Qualität zu erfüllen.“


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