800-Kilo-Stier zurückeskortiert
LINZ. Ein Stier, der sich am Mittwoch um kurz nach 9 Uhr über die Absperrung der Linzer Schlachthofes flüchtete, hielt die Einsatzkräfte auf der Donaulände in Atem, ehe die Beamten das Tier wieder zurücktreiben konnten.

Bei Verladearbeiten am 28. Oktober 2020 kurz nach 9 Uhr auf dem Gelände eines Linzer Viehbetriebes sprang ein Stier über eine Absperrung und konnte durch das Schubtor aus dem Gelände entlaufen.
Dieses war wegen der Einfahrt eines anderen Lkw noch einen Spalt geöffnet. Der ausgewachsene etwa 800 Kilogramm schwere Stier bewegte sich sichtlich nervös und zum Teil laufend auf der Fahrbahn der Lederergasse, der Honauerstraße und der Unteren Donaulände.
Polizei-Sperre auf der Holzstraße erreichtet
Nachdem der Bereich durch mehrere Polizeistreifen gesperrt wurde, versuchten die Polizisten den Stier in den Schlachthof zurück zu treiben. Durch koordiniertes Nachfahren trieben ihn die Beamten langsam zurück.
Auf der Holzstraße errichteten zwei Tiertransporter eine Sperre, wodurch das Tier letztendlich selbst auf das Gelände lief. Es wurden weder Personen verletzt noch Sachen beschädigt.


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29.10.2020 07:59
HUMANE SCHLACHTUNG?
Schon der Transport zum Schlachthof ist eine Tortur für die Tiere, vor der Schlachtung erleiden sie Stress, Angst und Schmerzen, hören die Schreie ihrer Artgenossen und erleben deren Tod mit. Eine Betäubung durch Gas, Strom oder Bolzenschuss vor der Durchtrennung der Halsschlagader soll ihr Schmerzempfinden beim Ausbluten und Sterben ausschalten. Doch Untersuchungen in Schlachthöfen ergaben, dass die Betäubung bei 5 – 12 % der Tiere – also jährlich 56 Millionen Tieren in deutschen Schlachthöfen – so mangelhaft ist, dass Rindern die Beine abgeschnitten werden, bevor sie tot sind, und sowohl Schweine als auch Hühner zum Teil lebend abgebrüht werden und in siedendem Wasser verenden. Nicht nur bei Akkordschlachtung in Großschlachthöfen, sondern auch „beim Metzger nebenan“.