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LINZ. Am Landesgericht Linz begann am Montag, 10. Mai, ein Prozess gegen 14 mutmaßliche Schlepper. Die Staatsanwaltschaft sieht eine kriminelle Vereinigung. 18 Verhandlungstage sind anberaumt, ein Urteil wird am 24. Juni erwartet.

  1 / 4   Am Landesgericht Linz wird derzeit ein Prozess gegen 14 mutmaßliche Schlepper geführt. (Foto: fotokerschi.at)

Den angeklagten Männern wird laut ORF Oberösterreich vorgeworfen, dass sie zwischen Sommer 2019 und Sommer 2020 Menschen nach Österreich und oft weiter nach Deutschland gebracht haben. Dabei sollen sie als kriminelle Vereinigung tätig gewesen sein. Das Verfahren gegen die 14 mutmaßlichen Schlepper wird seit Montag, 10. Mai, am Landesgericht Linz geführt. Es basiert auf Anklageschriften der Staatsanwaltschaften Innsbruck und Ried im Innkreis. Im Detail sollen einige der Beschuldigten, 13 Iraker und ein Brite, als Rädelsführer agiert haben. Andere dürften kleinere Rollen gehabt haben. Die geschleppten Menschen kommen aus Syrien, dem Iran oder Irak. Sie wurden über die Türkei, Rumänien, Bulgarien und Ungarn nach Österreich und meist weiter nach Deutschland gebracht. Die Oberösterreichischen Nachrichten berichten, dass in einem Teil der Fälle auch eine Route über Slowenien und Italien genommen wurde. Bei einem der Angeklagten werde zudem ein Finanzdelikt geprüft. Er soll mithilfe eines arabischen Zahlungssystems Geld verschoben haben.

Teilweise geständig

Insgesamt würden die Ermittler davon ausgehen, dass es noch weitere Hintermänner gibt. Manche der Angeklagten sollen geständig sein, andere nicht. Der Prozess wird unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen geführt. Ein Urteil wird am 24. Juni erwartet. Im Fall einer Verurteilung drohen den mutmaßlichen Schleppern bis zu zehn Jahre Haft. Am Montag, 10. Mai gab die Linzer Polizei einen weiteren Fall von Schlepperei bekannt. Wie berichtet waren drei Männer unbemerkt in den Anhänger eines LKWs geklettert.


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