Serie von Firmeneinbrüchen in mehreren Bundesländern geklärt
LINZ. Ermittlern des Landeskriminalamtes Oberösterreich ist es gelungen, eine Serie von Firmeneinbrüchen in mehreren Bundesländern aufzuklären und eine rumänische Tätergruppe weitgehend zu identifizieren. Zwei Hauptverdächtige sitzen in Untersuchungshaft, weitere Beteiligte wurden angezeigt.

Die Diebstahlsermittler des Landeskriminalamtes Oberösterreich haben nach umfangreichen Ermittlungen eine Serie von Einbrüchen in Firmenobjekte aufgeklärt und mehrere rumänische Verdächtige ausforschen können. Ausgangspunkt der Ermittlungen war ein Einbruch in ein Unternehmen in Oberösterreich im November 2025. Dort gelang es der Polizei nach einem Zeugenhinweis, einen Täter unmittelbar am Tatort zu überraschen und festzunehmen. Mehrere Komplizen konnten zwar zu Fuß flüchten, das von der Gruppe verwendete Fahrzeug blieb jedoch am Tatort zurück. Durch die detaillierte Auswertung der beim Einbruch sichergestellten Beweismittel und weitere kriminalpolizeiliche Recherchen konnten vier Mittäter identifiziert werden. Der Gruppe werden insgesamt 13 Straftaten in Oberösterreich, Niederösterreich, der Steiermark und Kärnten zugerechnet. Betroffen waren vor allem Baumärkte, Fachgeschäfte für Werkzeuge, Musikinstrumente und Angelbedarf, ein Einrichtungshaus sowie mehrere Lebensmittelmärkte. Nach den bisherigen Erkenntnissen wurde die gesamte Beute jeweils direkt nach den Einbrüchen nach Rumänien gebracht und dort veräußert. Ein Schwerpunkt der Ermittlungen lag daher auf der Nachverfolgung der Täterstrukturen über die Landesgrenzen hinweg und der Sicherung von Beweismitteln im internationalen Umfeld. Für einen der Hauptverdächtigen, dem gemeinsam mit dem bereits im November festgenommenen Täter der Großteil der Einbrüche zugeordnet werden konnte, beantragte die zuständige Staatsanwaltschaft eine Festnahmeanordnung und einen europäischen Haftbefehl. Der Mann wurde im Februar in Spanien festgenommen und am Mittwoch, 25. März 2026, nach Österreich ausgeliefert. Die beiden Hauptbeschuldigten haben die ihnen vorgehaltenen Straftaten bei ihren Einvernahmen gestanden und befinden sich derzeit in Untersuchungshaft. Die weiteren Verdächtigen wurden nach Abschluss der Ermittlungen auf freiem Fuß zur Anzeige gebracht.


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