Polizei nimmt Linzer nach gefährlichen Schussübungen Waffen ab
LINZ. Ein 66-jähriger Linzer soll auf seinem offenen Grundstück wiederholt Schussübungen durchgeführt und dabei Nachbarn sowie Passanten gefährdet haben. Die Polizei verhängte ein Waffenverbot und nahm ihm zahlreiche Waffen und Munition ab.

Ein 66 Jahre alter Bewohner von Linz steht im Verdacht, auf seinem ungesicherten Grundstück mehrfach Schussübungen vorgenommen zu haben. Er soll an verschiedenen Stellen auf dem Areal Zielscheiben aufgestellt und beschossen haben, obwohl das Grundstück nicht eingezäunt ist und unmittelbar an einen öffentlichen Bereich grenzt. Nach bisherigen Ermittlungen wurden dadurch nicht nur Anrainer, sondern auch Verkehrsteilnehmer auf der angrenzenden Straße sowie vorbeikommende Wanderer gefährdet. Der Mann soll zudem seine beiden minderjährigen Söhne an den Schießübungen beteiligt haben, indem er ihnen die Waffen überließ, damit auch sie schießen konnten. Aufgrund dieser Umstände wurde gegen den 66-Jährigen ein behördliches Waffenverbot ausgesprochen. Am Donnerstagmorgen, 2. April 2026, vollzogen Polizisten dieses Verbot und nahmen ihm insgesamt 19 Schusswaffen verschiedener Kategorien ab. Darüber hinaus wurden rund 1.000 Stück Munition, seine Waffenbesitzkarte sowie der europäische Feuerwaffenpass sichergestellt. Bei der Kontrolle stellten die Beamten außerdem fest, dass die Waffen nicht ordnungsgemäß versperrt waren. Die Schlüssel zu den Waffenschränken lagen den Angaben zufolge frei zugänglich, sodass Unbefugte ohne großen Aufwand Zugriff auf die Schusswaffen hätten erlangen können. Besonders brisant ist ein Vorfall während einer der Schussübungen: Eine Person befand sich direkt hinter einem Erdhügel, der lediglich als einfacher Kugelfang dienen sollte, und war damit unmittelbar gefährdet. Wegen des Verdachts der Gefährdung der körperlichen Sicherheit wird der 66-Jährige daher zusätzlich bei der Staatsanwaltschaft Linz angezeigt.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden