Mann erschoss Ehefrau und Tochter: Sicherheitsgipfel wird erweitert
LINZ. Ein Mann (88) hat am Donnerstagnachmittag, 7. Mai, seine Ehefrau (89) und die gemeinsame Tochter (61) mit einer Weltkriegswaffe in Linz-Urfahr erschossen und nahm sich danach selbst das Leben - Tips hat berichtet. Der Einladungskreis für den am Montag, 11. Mai, angesetzten Sicherheitsgipfel wird nach der Gewalttat erweitert.

Die Tat ereignete sich gegen 13.30 Uhr auf offener Straße neben einem Restaurant am Parkplatz in der Klausenbachstraße im Stadtteil St. Magdalena.
Tips hat berichtet: Drei Tote nach Schießerei in Linz-Urfahr
Mittlerweile ist bekannt, dass der 88-Jährige die Waffe illegal besaß. Bei einer Wohnungsdurchsuchung wurden zudem weitere Munitionen und Magazine, passend zur sichergestellten Tatwaffe, gefunden.
Die Ermittlungen zum Motiv laufen. Aufschluss könnte ein Abschiedsbrief geben, der laut Polizei bei dem 88-Jährigen gefunden wurde.
Die Staatsanwaltschaft Linz hat die Obduktionen der drei Verstorbenen angeordnet.
Frauenstadträtin Schobesberger: „Traurig und wütend zugleich“
„Zwei Frauen haben ihr Leben verloren, weil laut Medien ihr Ehemann und Vater entschieden hat, sie zu töten. Dieser schockierende Doppelmord macht sprach- und fassungslos. Ich bin unendlich traurig und wütend zugleich. Diese Tat führt einmal mehr auf schlimmstmögliche Weise vor Augen, wie groß das Problem von Männergewalt gegen Frauen ist und zeigt den dringenden Handlungsbedarf, den wir hier als gesamte Gesellschaft haben“, so Frauenstadträtin Eva Schobesberger (Grüne).
Sicherheitsgipfel wird erweitert
Auch Bürgermeister Dietmar Prammer (SPÖ) und Sicherheitsstadtrat Michael Raml (FPÖ) sprechen den Angehörigen der Opfer ihr aufrichtiges Mitgefühl aus: „Diese schreckliche Tat macht uns fassungslos. Unsere Gedanken sind bei den Opfern, ihren Angehörigen und allen, die von diesem Ereignis betroffen sind.“
Der für Montag, 11. Mai, geplante Sicherheitsgipfel der Stadt Linz findet wie vorgesehen statt und wird vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse erweitert. Im Mittelpunkt steht nun eine umfassende Analyse des aktuellen Lagebilds. Dazu wurde auch der Einladungskreis ausgeweitet, die gesamte Stadtregierung ist eingeladen. „Gerade jetzt braucht es eine klare Lagebeurteilung und ein abgestimmtes Vorgehen aller zuständigen Stellen“, betonen Prammer und Raml.
Vizebürgermeister Martin Hajart (ÖVP) betont, dass es nun das überparteiliche Ziel sein müsse, „den Linzern rasch ein Gefühl der Sicherheit zurückzugeben.“ Es sei Zeit für entschlossenes Handeln, anstatt nur andere Zuständige zu suchen.
Die Öffentlichkeit wird im Anschluss über die Ergebnisse informiert. Eine Pressekonferenz ist für 12 Uhr angesetzt.
Tips hat berichtet: Stadt Linz reagiert auf Gewalttaten: Termin für Sicherheitsgipfel steht fest


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