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Hungertücher im Hipphaus

Eine Ausstellung mit „Hungertüchern“ zeigt das Bildungshaus St. Hippolyt in den Wochen um Ostern. „Wenn es heute eine Renaissance der Fastentücher gibt, dann liegt das zu einem guten Teil an den Kunstwerken, mit denen das „Bischöfliche Hilfswerk Misereor“ in Aachen seit 1976 zum Teilen einlädt – nicht nur im materiellen Sinn, sondern auch zum Anteilnehmen an Freude und Leid, vor allem aber an der Hoffnung von Menschen in anderen Kontinenten“, heißt es in einer Aussendung der Diözese St. Pölten. Alle zwei Jahre haben seither Künstler aus Afrika, Lateinamerika und Asien wandfüllende Bilder gestaltet, die die mittelalterliche Tradition der Betrachtung des Leidens Christi aufgreifen und dieses mit ganz aktuellen Nöten wie Hunger, Armut, Ausbeutung und Zerstörung von Lebensraum verbinden. Bilder, aus Solidarität entstanden und ein Ruf nach Solidarität. In Kirchen, Schaukästen und Schulbüchern haben die Bilder immer wieder die Frage nach der Solidarität, nach dem Gemeinsamen und Verbindenden des Mensch- und Christseins gestellt. Künstler aus Indien, Haiti, Peru, Argentinien, Äthiopien, Südafrika, Togo, Indonesien und sogar China haben sich der Völker verbindenen und ein Zeichen der Hoffnung setzenden Aufgabe gestellt. Aus Europa ist der kürzlich verstorbene „malende Priester“ Sieger Köder vertreten – und der anonyme Maler des Meditationsbildes des heiligen Klaus von der Flüe, welches in den Werken der Barmherzigkeit die Kreuzesnachfolge thematisiert. Die Kunstdrucke aller bisherigen Misereor-Hungertücher sind erstmalig in Österreich im Bildungshaus St. Hippolyt in St. Pölten bis 10. Mai (ausgenommen Karwoche und Osterfeiertage) geöffnet. Mag. Franz Moser bietet gerne für Schulklassen und interessierte Gruppen Führungen an: f.moser@kirche.at, oder Tel. 02742/35 21 04-927.


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