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LINZ. Mit „Funnyhills. Das Dorf an der Grenze“ wagt sich das Theater Phönix an ein besonders brisantes Thema: Die Stimmung in der Bevölkerung gegenüber den aktuellen Flucht- und Migrationsbewegungen. Vorbild für das Stück von Josef Maria Krasanovsky war das steirische Spielfeld, inszeniert wird es von Jungregisseurin Barbara Falter.

  1 / 3   In uniforme Trainingsanzügen sind die Darsteller zu sehen. Premiere: 2. März. Foto: Christian Herzenberger

„Ängste, Sorgen und die Sehnsucht nach einer Rückbesinnung auf nationale Identitäten scheinen allgegewärtig, Fremdenfeindlichkeit wird wieder salonfähig“, so Regisseurin Barbara Falter. „Funnyhils. Das Dorf an der Grenze“ sei ein Versuch, diese Phänomen genauer unter die Lupe zu nehmen.

Feldforschung in Spielfeld

Autor Josef Maria Krasanovsky hat dafür im Herst 2015 einige Tage im steirischen Spielfeld verbracht. In seinem Theatertext - das er für das Phönix adaptiert hat - hat er seine Begegnungen aufgearbeitet: Interviews, die er mit Leuten in einem Wirtshaus in Spielfeld aufgenommen hat. Bauer Schober kommt dabei ebenso zu Wort wie der Kassier Fritz oder der LKW-Fahrer Charley. Ein Sprechchor - „Die Volksmündler“ - nehmen dazu eine Art Aussenperspektive ein, ähnlich der Rolle der Zuschauer, um einen Reflexionsprozess beim Publikum loszutreten. „Funnyhills“ sei übrigens ein Puff in Spielfeld, wie Regisseurin Barbara Falter den Titel des Stücks erklärt.

Zurück ans Phönix

Für die junge oberösterreichische Regisseurin Barbara Falter ist es die zweite Regiearbeit nach dem Schauspielhaus Zürich. Zuvor war sie am Phönix bereits als Regieassistenin beschäfitig. „Das Stück gibt eine Stimmung in der Bevölkerung wieder, die nach wie vor vorhanden ist. Es ist eine Zustandsbeschreibung, ein fast dokumentarisches Stück mit fikiven Elementen. Ich bin froh, mich als Regisseurin mit diesem Thema beschäftigen zu können. Diese Reibungen und Wiederstände sind wahnsinnig spannend und ich bin sehr neugierig, wie unterschiedlich die Zuschauer reagieren werden“.

Spielwiese Balkon

Gespielt wird das Sück in der zweiten Spielstätte des Phönix - dem Balkon. „Das ist eine tolle Spielwiese für freches Theater und brisante Themen, in der wir Stilforschung betreiben konnen,“ so Theaterleiter Harald Gebhartl. „Funnyhills ist beispielhaft: ein brisantes Thema eines jungen Autors, inzeniert von einer jungen Regisseurin“.

Premiere feiert das Stück am Donnerstag, 2. März, 19.30 Uhr, zu sehen ist es bis 6. April. Termine und Karten: www.theater-phönix.at


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