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LINZ. Noch dieses Jahr soll in der Linzer Tabakfabrik die „Schule des Ungehorsams“ starten – nach einer Idee des Linzer Karikaturisten Gerhard Haderer.

Karikaturist Gerhard Haderer plant in Linz eine „Schule des Ungehorsams“. Foto: maschekS., 2011
Karikaturist Gerhard Haderer plant in Linz eine „Schule des Ungehorsams“. Foto: maschekS., 2011

Im Bau 1 der Tabakfabrik soll das Zukunftsprojekt zum Mitgestalten entstehen. Die Vorbereitungen laufen. Der dahinterstehende Verein will – ausgehend von Ausstellungsaktivitäten – als Plattform dienen, die Interessierte aus allen Gesellschaftsschichten mit Kunstschaffenden, Publizisten und Meinungsbildnern zusammenbringt.

Einmischen erwünscht

Die „Schule des Ungehorsams“ geht davon aus, dass konstruktives Einmischen nichts Negatives, sondern etwas Wichtiges für eine Gesellschaft ist. Die Aktivitäten reichen von Vorträgen, Ausstellungen, Lesungen und Workshops bis hin zu Publikationen und Aktionen im öffentlichen Raum. Die Idee zu diesem Vorhaben hat Gerhard Haderer schon länger. Er will sich damit wieder verstärkt dem gesellschaftlichen und politischen Geschehen in Österreich widmen. Die „Schule des Ungehorsams“ ist für Haderer „ein Aufruf an alle Menschen, die sich einmischen wollen, um die Gesellschaft mitzugestalten, in einer spielerischen Art und Weise Ungehorsam durchzudenken“.

Haderer zählt zu den wichtigsten Karikaturisten des deutschsprachigen Raums. Die Stadt Linz sieht daher auch viele Vorteile, die die „Schule des Ungehorsams“ bringen würde, darunter großen Zulauf von Kulturtouristen.

Gemeinderat muss absegnen

Im kommenden Gemeinderat (2. März) wird das Projekt behandelt, einen entsprechenden Beschluss vorausgesetzt, wird die Stadt Linz dem Verein für die weitere Entwicklung eine Jahresförderung in Höhe von 190.000 Euro gewähren.

 

 


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