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LINZ. Die wissenschaftliche Direktorin des oö.Landesmuseums, Gerda Ridler, verlässt das Haus Anfang 2018, nach vier Jahren Tätigkeit in dieser Position. Ihr bis Ende 2018 laufender Vertrag wird auf Wunsch Ridlers in beiderseitigem Einvernehmen vorzeitig aufgelöst, hieß es in einer Pressemitteilung von Kulturreferent Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP). Grund sei die anstehende Neupositionierung der einzelnen Kulturinstitute und Häuser des Landes.

Gerda Ridler verlässt das OÖ Landesmuseum. Foto: Volker Weihbold
Gerda Ridler verlässt das OÖ Landesmuseum. Foto: Volker Weihbold

Gerda Ridler hat das OÖ Landesmuseum in den vergangenen Jahren durch verschiedenste Programme in den Bereichen Ausstellungen, Kulturvermittlung und interdisziplinäre wissenschaftliche Projekt erfolgreich positioniert. Schwerpunkte waren Ausstellungen wie „Mythos Schönheit. Facetten des Schönen in Natur, Kunst und Gesellschaft“ (2015) und „Die Uffizien im Schlossmuseum Linz. Österreichische Erzherzoginnen am Hof der Medici“ (2016). Besonderes Augenmerk hat Ridler auf den qualitativen Ausbau der Publikumsbetreuung und der musealen Bildungsarbeit gelegt. Mit der Familien-Ausstellung „Wir sind Oberösterreich!“ (2017) wurde versucht, speziell das junge Publikum anzusprechen.

„In der programmatischen Ausrichtung der Sonderausstellungen im Schlossmuseum hat Gerda Ridler einen inhaltlichen und thematischen Bezug zu den vielfältigen Sammlungsschwerpunkten des Landesmuseums hergestellt und bereichsübergreifende Projekte gefördert. Ich danke Gerda Ridler für ihre Arbeit und wünsche ihr weiterhin viel Erfolg“, so Landeshauptmann Thomas Stelzer.

Interimistisch nachbesetzt

Die Position solle interimistisch nachbesetzt werden, es werde noch Gespräche dazu geben, eine Entscheidung solle aber relativ schnell fallen, heißt es auf APA-Nachfrage.

Großer und vielfältiger Erfahrungsschatz

Zuvor war die 1963 in Waldhausen (Bezirk Perg) Geborene als freie Autorin, Kuratorin und Konsulentin für private Kunstsammlungen tätig, unter anderem für das Museum Angerlehner in Wels. In ihrer 2011 fertiggestellten Dissertation beschäftigte sie sich mit den Erfolgsfaktoren privater Kunstsammlungen im Vergleich zu öffentlichen Museen. Ridler studierte in Wien sowie Linz und promovierte an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg in Deutschland. Sie war unter anderem als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Neuen Galerie der Stadt Linz - dem heutigen Lentos - tätig und gründete den „KunstRaum Goethestraße“ in Linz. Beim „steirischen herbst“ leitete sie die Abteilung für Bildende Kunst und Kunstvermittlung, dann wechselte sie nach Stuttgart, wo sie unter anderem Gründungsdirektorin des privaten Museums Ritter in Waldenbuch bei Stuttgart war.


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