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LINZ. Wer kennt ihn nicht, den Kult-Tanzfilm der 80er-Jahre, Dirty Dancing? Als Musical kommt die Romanze rund um „Baby“ und Johnny am 30. und 31. Jänner (20 Uhr) in die Linzer TipsArena. Tips hat mit den Hauptdarstellern Anna-Louise Weihrauch (Frances „Baby“ Houseman), Máté Gyenei (Johnny Castle) und Gloria Wind aus Wien (Lisa Houseman) vor der Aufführung in Berlin gesprochen.

Die Hauptdarsteller Gloria Wind, Anna-Louise Weihrauch und Máté Gyenei (v.l.) beim Interview vor der Aufführung in Berlin Foto: Wiesinger

Tips: Wie oft haben Sie den Film „Dirty Dancing“ selbst schon gesehen?

Gloria Wind: Ich habe den Film sicher schon 15-mal gesehen. Und wenn er im Fernsehen kommt, muss ich auch immer mitsprechen. Also drüber zappen kann ich nicht!

Anna Weihrauch: Ja und man wird angerufen von den Freunden, wenn der Film läuft.

Tips: Haben Sie sich den Film als Vorbereitung auf die Rolle und die Aufführungen angeschaut?

Máté Gyenei: Nein, ich habe mir den Film nicht extra angesehen. Unser Regisseur hat uns geholfen, uns in die Rolle hineinzufühlen, wir sind keine Kopie der Schauspieler im Film, das würde auch nicht funktionieren.

Weihrauch: Wir haben die Freiheiten, die Rolle zu unserer Rolle zu machen. Es soll ja glaubwürdig sein und das geht nicht, wenn man etwas kopiert.

Tips: Wieviele Stunden pro Woche verbringen Sie mit Proben und Aufführungen?

Weihrauch: Die Erstbesetzung hat seit der Premiere keine großen Proben mehr. Wir spielen aber acht Shows die Woche und haben montags frei. Vor der Premiere haben wir natürlich intensiv geprobt, mehrere Stunden am Tag. Jetzt brauchen wir nicht mehr so viel proben.

Tips: Können Sie sich mit Ihrer Rolle identifizieren?

Weihrauch: Ich kann mich schon mit der Rolle identifizieren. Ich glaube an das Gute, wie Baby. Ich setze mich auch gerne für Leute ein. Vielleicht war ich aber mit 17 noch nicht so reif wie Baby.

Wind: Für mich ist es ganz lustig, weil ich drei verschiedene Rollen spiele. Da muss man aufpassen, dass man nicht von einem ins andere rutscht.

Gyenei: Ja ich kann mich auch mit meiner Rolle identifizieren. Johnny ist eine starke Persönlichkeit. Er denkt ganz klar an sein Leben. Er zeigt, dass er sehr stark sein kann, aber trotzdem eine sensible Seite hat.

Tips: Was ist die Herausforderung in Ihrer Rolle?

Weihrauch: Jeden Abend zu küssen! (lacht)

Gyenei: Also ich finde, die Erwartung der Zuschauer ist ziemlich hoch. Die kennen natürlich den Film, aber auf der Bühne ist alles anders, es ist live und man kann tiefer in die Geschichte eintauchen. Das ist sehr schwer, aber auch spannend.

Weihrauch: Die Schwierigkeit liegt auch darin, dass man das Kribbeln bis in die hinteren Reihen bringt. Ich muss mich ja jeden Abend neu verlieben und das Publikum muss mir das abnehmen.

Tips: Wie ist Ihnen zu Beginn die berühmte Hebefigur gelungen? Gab es Unfälle?

Gyenei: Nein, Unfälle gab es keine. Wir sind ausgebildete Tänzer und haben lange genug geübt, dass die Hebefigur sicher ist. Es ist auch schwer für meine Partnerin. Das Ganze spielt in drei Metern Höhe, da braucht es Körperspannung und sie muss mir vertrauen. Ich habe wahnsinnig Respekt vor Anna.

Weihrauch: Es ist schon auch eine Herausforderung, wenn man das jeden Abend macht. Das gegenseitige Vertrauen ist wichtig, das ist auch das, was halt die Rolle ausmacht.

Tips: Freuen Sie sich schon auf die Österreich-Tour?

Weihrauch: Ja klar, mega!

Wind: Ich besonders, denn zuhause zu spielen ist immer ein Privileg für Darsteller, finde ich. Besonders wenn Familie und Freunde bei den Shows sind und einem zujubeln.

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Zur Geschichte:

Die schüchterne Frances „Baby“ Houseman langweilt sich unter den Erwachsenen im Urlaub mit ihren Eltern, bis sie ihr Herz an den anziehenden Tanzlehrer und Showtänzer des Hotels Johnny Castle verliert. Es folgt ein Auf und Ab der Gefühle, Konflikte müssenunter den Jugendlichen wie auch zwischen den Generationen gelöst und die Schritte für den Abschlusstanz der Ferien-Saison erlernt werden.


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