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LINZ. Gabriele Deutsch brachte New York und die 20er Jahre am Mittwochabend ins Linzer Brucknerhaus. Sie präsentierte ihr Programm „Noch ein Glas und ich lieg“ unterm Gastgeber“ – erzählte aus dem Leben der Literatin und Gesellschaftsdame Dorothy Parker und rezitierte ihre Texte.
 
 

Die Gedichte und Geschichten der engagierten Feministin haben bis heute nichts von ihrer brillanten Scharfzüngigkeit verloren. Ihr feiner Spott ist legendär. Nach der vom Publikum umjubelten Premiere, fragte Tips die Steyreggerin Gabriele Deutsch, was sie an den 20er Jahren fasziniere. „Es ist der Bubikopf - und alles was er symbolisiert. Frauen bekamen ein neues Selbstbewusstsein und waren provokant. Sie haben Rollenmuster auf den Kopf gestellt. So viele Frauen haben für ihre Kunst gekämpft, in vielen Bereichen – in der Literatur, der Malerei, der Mode“, so Gabriele Deutsch. „Die Texte der engagierten Feministin zeugen von den Themen ihres Lebens: Glück und Schmerz der Liebe, soziale Ungerechtigkeit, Kampf der Geschlechter. Sie selbst empfand die Erwartung, stets witzig und geistreich zu sein, schon bald als Zwang“. Gabriele Deutsch inszenierte sympathisch Ausschnitte aus Parkers Leben, musikalisch begleitet von Jazz-Posaunisten Paul Zauner und Carlton Holmes am Klavier.


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