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LINZ. Das Architekturforum Oberösterreich (afo) rückt im Rahmen der Ausstellung „erdig“ den „Terra Award“ und Bauen mit Lehm in den Mittelpunkt. Bis 7. Juli ist sie zu sehen.

Etwa 50 Prozent der Weltbevölkerung lebt in Lehmhäusern. Foto: Stefanie Hueber
Etwa 50 Prozent der Weltbevölkerung lebt in Lehmhäusern. Foto: Stefanie Hueber

In Hessen steht seit bald 200 Jahren ein sechs-geschoßiges Lehmhaus, im „Manhattan der Wüste“ – die Stadt Shibam im Jemen – wachsen hunderte Hochhäuser in den Himmel. Das sind beeindruckende Beispiele für die Geschichte des Bauens mit Erde.

Lehm hat viele Vorteile

Das Gemisch aus Ton, Schluff und Sand ist lokal verfügbar, kostengünstig und kann mit geringem Energieaufwand verarbeitet werden. Diese Vorteile machen sich in jüngster Zeit Architekten und Handwerker aus aller Welt zunutze. Zu ihnen gehören der Vorarlberger Martin Rauch, ein Pionier der Stampflehmtechnik, oder die Absolventin der Kunstuni Linz Anna Heringer, die auf lokale Handarbeit setzt. Auch in der Architekturausbildung hält Lehm Einzug. An der Kunstuni werden im Studio „BASEhabitat“ erfolgreich Lehmbauten entworfen und verwirklicht.

Vielfalt aus Erde

Projekte von Rauch, Heringer und BASEhabitat werden in der Ausstellung „erdig. Terra Award/Bauen mit Lehm“ unter vielen anderen zu sehen sein. Der Terra Award ist der erste weltweite Preis für zeitgenössische Lehmarchitektur. In der Ausstellung werden die 40 Finalisten des Awards gezeigt.

Das afo präsentiert gemeinsam mit BASEhabitat die wunderbare Vielfalt aus gebauter Erde. Um diese sinnlichen Eindrücke erfahrbar zu machen, wurden als Ausstellungsarchitektur ein Stampflehmboden, Lehmziegel-Wände und Lehmputze umgesetzt.Zudem gibt's ein Vermittlungsangebot für Schulklassen sowie Vorträge und eine Lehmbauexkursion.

Alle Infos und Veranstaltungen: www.afo.at


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