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LINZ. Thomas Bernhards „Ritter, Dene, Voss“ unter der Regie von Schauspieldirektor Stephan Suschke zeigt das Landestheater in den Kammerspielen.

Christian Taubenheim als Ludwig in "Ritter, Dene, Voss". Foto: Petra Moser
Christian Taubenheim als Ludwig in "Ritter, Dene, Voss". Foto: Petra Moser

Drei Geschwister, Erbinnen und Erbe eines Großindustriellen: Ludwig, der sich der Philosophie verschrieben hat und zuletzt im Sanatorium Steinhof wohnhaft war, und seine beiden Schwestern, beide Schauspielerinnen ohne große Fortune. Die Ältere fühlt sich für ihren Bruder verantwortlich und hat Ludwig aus der psychiatrischen Anstalt nach Hause geholt. Vor, während und nach dem Mittagessen im Speisezimmer der feudalen Döblinger Villa spielen sich nun die alltäglichen Katastrophen einer reichen, exzentrischen Familie ab. In grotesken Wutausbrüchen rechnet Ludwig mit seinen Eltern, dem Großbürgertum und, in einem Rundumschlag, mit dem Medizin-, Kunst- und Wissenschaftsbetrieb ab. 

Ludwig Wittgensteins Familie

Bernhard greift in seinem Theaterstück die Familiensituation des bedeutenden Philosophen Ludwig Wittgensteins auf und verbindet sie mit der Geschichte von dessen Neffen Paul, der mehrmals in psychiatrischer Behandlung war.

Der Titel des Stücks „Ritter, Dene, Voss“ irritiert, Bernhard nannte es nach den Schauspielern, für die er es geschrieben hatte oder welche er darin besetzt sehen wollte - die Schauspieler der Uraufführung 1986: Ilse Ritter, Kirsten Dene und Gert Voss).

In der Linzer Inszenierung auf der Bühne: Christian Taubenheim, Katharina Knap und Theresa Palfi.

Premiere wird am Donnerstag, 31. Oktober gefeiert, zu sehen ist das Stück bis 11. März. Termine und Karten unter www.landestheater-linz.at


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