Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

LINZ. Alles begann mit einer privaten Vorstellung zum dritten Geburtstag eines Mädchens. Daraus sind nun 50 Jahre Linzer Puppentheater geworden. Seine Heimat hat das Theater für die jüngsten Kulturfans nach mehreren Stationen in Linz im Kinderkulturzentrum Kuddelmuddel. Von 17. bis 20. September wird der runde Geburtstag groß gefeiert.

  1 / 5   Das Linzer Puppentheater in Frauenhand (v. l.): Romana Philipp, Christa Koinig (mit ihrer ersten, vor 50 Jahren gefertigten Puppe in Lederhose) und Bettina Bayr-Gschiel (Foto: Tips/Seyringer)

Das kleine Mädchen war Bettina Bayr-Gschiel, heute selbst Spielerin und Leiterin der Sonderprojekte im Puppentheater. Gespielt hat damals ihre Mutter, Christa Koinig, bis heute Künstlerische Leiterin des Linzer Puppentheaters. Und auch die dritte Generation ist beteiligt: Enkeltochter Romana Philipp spielt und leitet die Geschäfte. Dazu kommt, dass das gesamte Puppentheater in weiblicher Hand ist, zum Team gehören auch die Spielerinnen Franziska Pangratz, Nicola Baschant, Amaryllis Baschant und Rosa Koinig, Ehrenpräsidentin, 98 Jahre alt.

Über 300 Puppen und 500 Geschichten

Mehr als 300 Puppen, von Kasperl und Seppy bis zum Drachen Basti und zur Hexe Zwiederwurz, hat Christa Koinig bisher angefertigt, mehr als 500 Geschichten geschrieben. „Ich sehe uns als Institution für die Kleinsten, mir ist es aber auch wichtig, dass sich Kinder und Erwachsene in den Figuren wiederfinden“, so Koinig. „Meine Motivation war von Anfang an, Geschichten zu erzählen. Geschichten, die das Leben schreibt, die sich mit der Lebensumwelt der Kinder beschäftigen und wichtige Botschaften vermitteln.“

Romana Philipp stimmt zu: „Ein Puppentheaterbesuch bedeutet für Kinder ab drei Jahren meist die erste Begegnung mit Kultur. Dieser Verantwortung sind wir uns bewusst und haben diese über 50 Jahre hinweg gepflegt.“

In einer normalen Saison werden jährlich fünf bis sechs Neuproduktionen und rund 150 Vorstellungen für 10.000 Kasperl-Fans gespielt. In 50 Jahren bedeutet dies über 10.000 Vorstellungen mit mehr als einer halben Million Gästen.

Start in Jubiläums-Saison

Erstmals in der Geschichte gab es durch Corona im Frühjahr eine Spielunterbrechung – gleich aber wurden Seppy-Geschichten online gezeigt. „Puppentheater ist zeitlos, die Kinder kommen trotz digitaler und Corona-Zeiten aber auch ins Theater“, freut sich Bettina Bayr-Gschiel schon auf die neue Saison.

Festtage von 17. bis 20. September

Und die startet fulminant, mit bunten Festtagen zum 50. Geburtstag. Von 17. bis 20. September finden diese mit Eigenproduktion und Gastspielen statt. Am Freitag, 18. September, 9.30 Uhr, erobert das Linzer Puppentheater auch das Brucknerhaus, um möglichst vielen Fans den Besuch zu ermöglichen. Zu sehen ist das neue Stück „Der eingebildete Gockelhahn“. Um 14 Uhr wartet im Brucknerhaus das musikalische Mitmachprogramm „Wiff-Jack, Hell & Frisch!“.

Am 19. September wartet das Gastspiel „Kasperlinchen und der wilde Räuber Waldomir“ (10.30 Uhr) von der Puppenbühne Träumeland. Am 20. September ist um 10 Uhr die Lesung aus dem Kinderbuch von Christa Koinig „Wulliwu der Teddybär“ zu hören, dazu gibt's Kipferl von Brandl. Der Eintritt ist frei.

Reduzierte Vorstellungen

In der neuen Saison müssen coronabedingt die Spieltermine auf Mittwoch und Sonntag, je 15 Uhr, reduziert werden, auch Reservierungen vorab sind nötig. Alle Infos zu den Covid-Maßnahmen und Vorstellungen sind auf www.puppentheater.at zu finden.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden