Aperschnalzen 2022: Das neue Jahr wurde vor dem Linzer Landhaus bereits kräftig eingepeitscht
LINZ. Jährlich findet vor dem Linzer Landhaus das große Aperschnalzen zum Einpeitschen des neuen Jahres statt. Heuer richtete der Trachtenverein Altstädter Bauerngmoa in einer kleineren Formation seinen Neujahrsgruß an Landesrat Wolfgang Hattmannsdorfer in Vertretung von Landeshauptmann Thomas Stelzer.
Das Aperschnalzen (aper heißt schneefrei) bezeichnet einen bayerisch-salzburgischen Brauch und ist eine Form des Goaßlschnalzens, die in der Weihnachts- und Faschingszeit gepflegt wird. Es handelt sich um ein rhythmisches Schnalzen und Knallen mit einer Peitsche, der Goaßl, in kleinen Gruppen, den Passen. Das Aperschnalzen im historischen Rupertiwinkel wurde 2013 von der UNESCO als Immaterielles Kulturerbe anerkannt. Der laute Knall der Goaßln soll symbolisch den Winter bzw. die bösen Mächte der Finsternis und Kälte vertreiben.
Neujahrsgruß an alle Oberösterreicher
Alfred Läpple, Obmann des Trachtenvereins, freut sich, dass das Aperschnalzen zumindest in kleinerer Form möglich war: „Wir richten unseren Neujahrsgruß an alle Oberösterreicher. Wir sind froh, dass eine Durchführung heuer zumindest in kleiner Formation möglich war, um gerade in Corona-Zeiten dieses Brauchtum hochzuhalten.“
Landesrat Wolfgang Hattmannsdorfer: „Ein großes Danke gilt den Schnalzern, die diesen Brauch erhalten und fortführen und damit seit 1925 das neue Jahr kräftig einpeitschen. Bereits das letzte Jahr war kein einfaches. Umso zuversichtlicher blicken wir auf das Jahr 2022. Hoffen wir, dass mit dem heutigen Aperschnalzen, das traditionell ja die bösen Geister vertreibt, heuer die Vertreibung des Corona-Virus eingeläutet wird.“
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