73 Tage am anderen Ende der Welt
Linz/Vorderweissenbach. Wer auf Reisen geht, stürzt sich mitten ins Abenteuer – und kommt mit vielen Geschichten nach Hause. David Kitzmüller und Katharina Wimmer machten sich auf den Weg zum anderen Ende der Welt. Eine Großstadtsafari durch Singapur, pure Freiheit in Neuseeland, tausende Kilometer durch Australien und am Ende dorthin, wo jeder Tag beginnt: Fidschi.

Wohl fast jeder kennt das Gesprächsthema am Ende einer Urlaubswoche: „Könnte es nächstes Mal nicht einmal etwas länger dauern?“ David Kitzmüller und Katharina Wimmer nahmen sich diese Frage zu Herzen: Sie waren von 18. Februar bis zum 1. Mai dieses Jahres unterwegs. In den zehn Wochen standen Singapur, Neuseeland, Australien und Fidschi auf dem Programm. „Fidschi am Schluss war sozusagen der Urlaub vom Urlaub. Auf der Insel ist sehr wenig los, anderen kann da sehr schnell langweilig werden, für uns war es perfekt“, schmunzelt David Kitzmüller.
„Man muss nur fragen“Ein halbes Jahr dauerten die organisatorischen Vorbereitungen, geistig beschäftigte sich das Paar jedoch viel länger mit einem solchen Vorhaben: „Wir sind ja extrem gerne in unseren Jobs, normal geht das nur, wenn man den Job wechselt oder mit dem Studium fertig ist. Die Erkenntnis war jedoch sehr schnell, dass man einfach nur fragen muss, es gibt immer Modelle, sich da für zehn Wochen aus dem System rauszunehmen.“ Der spektakulärste Moment der Reise spielte sich in Neuseeland ab: „Wir haben schon vor der Reise gesagt, dass wir einmal Fallschirmspringen möchten. Und wir wussten, beim Fox Glacier gibt es den wohl coolsten Spot der Welt dazu, man springt dort runter und sieht gleichzeitig Gletscher, Meer und Regenwald.“ Aus einem unscheinbaren Abstecher dorthin, um sich nach den Kosten zu erkundigen, wurde gleich Ernst: „Kurz danach saßen wir schon im Flugzeug. Wir wussten, wenn wir das nicht gleich machen, kommen wir nicht mehr her.“
Neue SichtweisenVia Weblog wurden Freunde, Familie und Interessierte auf dem Laufenden gehalten. „Es dauert lange, bis man die Sachen von daheim hinter sich lassen kann, erst nach sieben Wochen habe ich mich wirklich komplett frei gefühlt von dem Gefühl, irgendwo sein oder etwas tun zu müssen. Man entwickelt aber gerade dann eine Gelassenheit und völlig neue Sichtweisen auf neue Dinge“, verrät David Kitzmüller. Das üppige Programm und die Sightseeing-Pläne wichen gerade im letzten Drittel der Reise dem „in den Tag hineinleben“, wie Katharina Wimmer betont: „Gerade dann erfuhren wir, dass man die schönsten Dinge erlebt, wenn man nicht plant.“ Ihre Erkenntnisse werden Kitzmüller und Wimmer den Besuchern im Rahmen eines Vortrages am 22. Oktober näherbringen. „Wir wollen unsere Bilder der Reise zeigen, aber vor allem den Menschen vermitteln, was eine Reise mit einem macht und sie selbst ermutigen das zu tun, was ich mir fürs Leben vorstelle – und wenn das eben eine lange Reise wie bei uns ist.“
>>> INFOS VORTRAG:
Am Donnerstag, 22. Oktober, zeigen David Kitzmüller und Katharina Wimmer beim Schmankerlwirt Lummerstorfer Vorderweissenbach die Höhepunkte ihrer Reise (20 Uhr). Eintritt: freiwillige Spenden.
>>> HIER geht es zum Reiseblog „Ausreiser“ von David Kitzmüller und Katharina Wimmer.
>>> HIER geht es zur Facebook-Veranstaltung „Südwärts“ am 22. Oktober in Vorderweißenbach.


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