Luxusschiff wurde getauft
Linz. Kurz nach 18 Uhr. Eine Flasche Sekt zerbricht mit einem lauten Knall am Bug der Avalon Passion. Die amerikanischen Gäste, die mit dem Luxusschiff nach Linz gekommen sind, applaudieren und stossen mit einem Glas Sekt auf die gelungene Taufe und auf die kommenden Stunden an.

Während sich das 135 Meter lange Schiff Richtung Ottensheim in Bewegung setzt, bleibt Zeit sich mit Manfred Grubauer, dem Vorsitzenden des Tourismusverbandes Linz, zu unterhalten. Leider hat man keine der Panorama Suiten gebucht, deren Betten zum Fenster gerichtet sind und so einen einmaligen Ausblick auf die vorbeiziehende Landschaft ermöglichen. Nein, man hat an der Bar Platz genommen und während die reiche Amerikanerin genüßlich an ihrem Glas Weißwein nippt, beginnt Grubauer über die Bedeutung der Donau zu erzählen: „Die touristischen Impulse, die uns die Donau bringt, nehmen in Linz einen immer wichtigeren Stellenwert ein. Es ist ein schöner Anblick, wenn im Sommer alle Anlegestellen in der Stadt belegt sind, und die Besucher die Innenstadt, Museen und andere Kultureinrichtungen besuchen.“
Englisch ist die Bordsprache
Für längere Wirtschaftsgespräche bleibt keine Zeit. Schließlich warten im gediegen eingerichteten Speisesaal schon die Kellner um die Gäste zu platzieren. Ohne Englischkenntnisse kommt man hier auch beim Essen nicht weit. Denn es sind ausschließlich Gäste aus den USA, Kanada, Australien und Großbritannien, die zur Zielgruppe der Avalon Passion gehören. Als Österreicher, Russe oder Franzose ist man auf einem anderen Schiff besser aufgehoben. Während Backbord Wilhering und Steuerbord Ottensheim an den Gästen vorbeizieht, servieren die Damen und Herren aus aller Herren Länder Bärluchsuppe, Kalbsfilet und Vanilleeis. In der Zwischenzeit hat der Kapitän das Kreuzfahrtschiff längst gewendet und steuert mit sicherer Hand die Linzer Donaulände an. Noch schnell ein Glas Rotwein bevor einen die Realtiät wieder hat. Und man träumt davon morgen wieder an Bord zu gehen, um nach Passau zu fahren. Auch wenn man keine Millionär ist, träumen wird ja noch erlaubt sein. <


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