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LINZ. Victoria Wakolbinger ist eine von 24 CliniClowns in Oberösterreich. Sie besucht als „Dr. Grete Etepetete“ kleine Patienten und bringt so ein bisschen Spaß in den Krankenhausalltag.

Bei der Visite von „Dr. Grete Etepetete“ Fotos: Reinhard Winkler
Bei der Visite von „Dr. Grete Etepetete“ Fotos: Reinhard Winkler

Bevor der Spaß losgehen kann, gibt es erst einmal eine Besprechung auf der Station – schließlich bringt es nichts, in ein leeres Zimmer zu gehen, weil der Patient eine Untersuchung hat. Doch ist das Kostüm erst einmal angezogen und die rote Clownsnase aufgesetzt geht es los. Dann zieht Frau „Dr. Grete Etepetete“ los und bringt ein bisschen Spaß und Lachen in die Krankenzimmer der kleinen Patienten.

Über“Dr. Grete Etepetete“

„Ich habe die Theaterpädagogik-ausbildung gemacht und es war bei mir damals schon bei der Ausbildung, dass ich mir gedacht habe, dass mir CliniClown gehen total taugen würde und überhaupt dass Clown-sein viel Spaß macht“, erzählt Victoria Wakolbinger, warum sie CliniClown werden wollte. Doch wie kam „Dr. Grete Etepetete“ wirklich zustande? „Die Persönlichkeit steckt in einem – man muss sie nur raus lassen. Man muss ein bisschen herumprobieren und ab dem Zeitpunkt, wo man sich denkt, man fühlt sich wohl, dann passt es“, lautet ihre einfache Antwort auf die Frage. Mit einem alten Kleid ihrer Oma, einer Masche aus einer OP-Maske und ihrer Handtasche geht Frau „Dr. Etepetete“ – die übrigens wirklich ein sehr korrekter Clown ist – dann von Zimmer zu Zimmer und bringt die kleinen Patienten und oft auch deren Eltern zum Lachen. „Meine Figur könnte nicht ohne Handtasche. Die braucht die Handtasche. Da ist auch ihr Krimskrams drinnen. Es sind immer Seifenblasen drinnen, Luftballons, so kleine Drehleiern und ein Maßband, falls man etwas abmessen muss. Da misst man zum Beispiel das Fieber ab. Mit einem Maßband kann man alles messen“, erzählt Wakolbinger von der Notwendigkeit der Handtasche.

Die kleinen Momente zählen

Was ihr am CliniClown sein besonders gefällt – es sind oft Momente, die für Außenstehende unbedeutend scheinen mögen. Zum Beispiel ein Nachmittag, an dem sie und ihr Clownpartner einen kleinen Jungen trotz seiner schlimmen Bauchkrämpfe zum Lachen bringen konnten. „Er hat gesagt, die Müllabfuhr muss das jetzt mitnehmen, das Bauchweh – und ich habe gesagt: Das ist eine gute Idee, ich gehe jetzt runter und sage der nächsten Müllabfuhr, die ich sehe, sie soll das Bauchweh mitnehmen.“

Spontanität ist gefragt

 “Man geht in das Zimmer und es ist eine Begegnung, wo man nicht weiß - was kommt raus?“, erzählt Victoria Wakolbinger über ihre Visiten. Denn das Besondere an der Arbeit als Cliniclown ist, dass es sich dabei fast ausschließlich um Stehgreif-Arbeit handelt. Bei kleineren Kindern wird vorher oft zwischen den Clownpartnern noch ein Einstieg abgesprochen, doch bei den Älteren entsteht vieles ganz von selbst. „Wenn von den Kindern weniger kommt dann spielen wir Clownpartner viel miteinander, das heißt zum Beispiel einer fängt an und erzählt irgendetwas. Der andere wird dann eifersüchtig, fängt dann auch zum Erzählen an und man merkt aber schon dass das eine Schwindelei ist – weil das kann er gar nicht erlebt haben“, erzählt die Cliniclownin, fügt jedoch auch hinzu:  „Oft sind die Kinder sehr fantasievoll und bringen so viele Ideen mit das wunderbare Geschichten entstehen.“

 Mit „Happy Aua“ helfen

Die Clini-Clowns haben in Kooperation mit Tips die spritzige Sommer-Spenden-Kampagne „Happy Aua“ gestartet, die kranken und hilfsbedürftigen Menschen zugute kommt. Die CliniClowns suchen dafür Lokale, die eines ihrer Getränke zum „Happy Aua“-Drink machen. Pro verkauftem Happy-Aua-Getränk geht mindestens ein Euro der Einnahmen an die CliniClowns Oberösterreich. Besonders engagierte Wirte können natürlich höhere Beträge spenden. Alle oberösterreichischen Wirte sind eingeladen, an der Aktion mitzumachen. Unterstützt wird der Verkauf von Happy-Aua-Drinks mit für die Aktion entworfenen Tischaufstellern und Postern. Jede Spende ist steuerlich absetzbar. Laufzeit der Aktion ist von Juni bis August.


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