KICK hilft Jugendlichen seit 20 Jahren
LINZ. Seit 1997 betreibt der Verein für Sozial- und Gemeinwesenprojekte das Jugendangebot KICK. Das Ziel von KICK besteht in der nachhaltigen Integration von Jugendlichen in den Arbeitsmarkt.

Die KICK-Teilnehmer weisen dabei die unterschiedlichsten Ausgangssituationen auf mit verschiedenen Erschwernissen wie Mobilitätseinschränkungen (86 Prozent), mangelnde Berufspraxis (84 Prozent) oder Orientierungslosigkeit (64 Prozent). Aber auch die Stigmatisierung durch Herkunft ist ein konstantes Problem. Besonders erschwerend ist, dass viele Jugendliche oft nicht nur mit einem Problem zurechtkommen müssen, sondern mehrere Faktoren zusammenspielen und sich die Vermittlungshemmnisse somit multiplizieren. Durch ein individuelles Job-Coaching, Berufsorientierung, Arbeitspraktika, Schulungen und Sozialberatung wird auf die Problemlagen eingegangen und diese großteils beseitigt.
Mehr als 50 Prozend davor ohne Beschäftigung
Die Ausgangsqualifikation der KICK-Teilnehmer ist vielfältig. 35 Prozent der Jugendlichen haben eine Lehre oder ein Dienstverhältnis abgebrochen, weitere 28 Prozent die Schule. 25 Prozent weisen als Grundqualifikation den Abschluss der Haupt-/Neuen Mittelschule oder Polytechnischen Schule auf. Die restlichen 12 Prozent sind Abgänger von Sonderschulen oder Abbrecher von sonstigen Ausbildungen.
Mehr als die Hälfte aller Jugendlichen (54 Prozent) war vor Eintritt in den KICK-Kurs ein halbes Jahr ohne Beschäftigung und Arbeit suchend gemeldet. Neun Prozent zwischen sieben Monaten und einem Jahr und 23 Prozent waren länger als ein Jahr ohne Anstellung.
Hohe Erfolgsquote
Insgesamt 1017 Jugendliche absolvierten seit dem Beginn im Jahr 1997 einen KICK Kurs. 857 davon – also 84 Prozent – konnten daraufhin in eine Lehrstelle, ein Dienstverhältnis oder Ähnliches vermittelt werden. Im vergangenen Jahr 2016 wurden insgesamt 86 Jugendliche aufgenommen, 28 davon setzten ihre Betreuung aus dem Jahr 2015 fort. Durchschnittlich blieben die Teilnehmer fünf Monate im Programm. Insgesamt 59 Teilnehmer absolvierten den gesamten Kurs. 28 begannen eine Lehre, 15 wurden in ein normales Dienstverhältnis übernommen. Der Rest fand andere Angebote bzw. Weiterbildungen.
Nachhaltige Wirkung
Das KICK-Jugendangebot überprüfte im Rahmen der Qualitätssicherung im Zeitraum von elf Jahren die Nachhaltigkeit der beruflichen Integration am Arbeitsmarkt. Das Ergebnis zeigte eindeutig, dass die KICK-Betreuung langfristig wirkt. Sechs Monate nach Kursbeendigung waren 74 Prozent der Jugendlichen in Beschäftigung. Ein Jahr nach Ende der Betreuungszeit stieg dieser Wert sogar auf 80 Prozent an.


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