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LINZ. Landeshauptmann Stelzer will nun genauer prüfen wie Vereine öffentliche Fördergelder einsetzen. Der Auslöser: der türkischen Verein ALIF, welcher durch eine Imam-Schule Schlagzeilen gemacht hat.

Landespolizeidirektor Andreas Pilsl und Landeshauptmann Thomas Stelzer Foto: Land OÖ/Stinglmayr
Landespolizeidirektor Andreas Pilsl und Landeshauptmann Thomas Stelzer Foto: Land OÖ/Stinglmayr

Auf Einladung von Landeshauptmann Thomas Stelzer gab am Montagnachmittag Landespolizeidirektor Andreas Pilsl den Mitgliedern der Landesregierung eine aktuelle Einschätzung über den türkischen Verein ALIF und eine mögliche Imam-Schule in der Linzer Lunzerstraße.

Schon jetzt Schulungen

Pilsl berichtete, dass ALIF bereits jetzt Schulungen anbietet, die in der Türkei staatlich anerkannt sind und beispielsweise zu einem Universitätsstudium in der Türkei berechtigen. In den letzten Jahren haben dutzende Personen an solchen Kursen teilgenommen.

Es ist davon auszugehen, dass ein Großteil dieser Absolventen dann in der Türkei studiert  und in der Folge wieder nach Österreich zurückkehrt.

 Entwicklung beobachten

„Auch wenn die Errichtung einer Imam-Schule an diesem Standort derzeit rechtlich nicht möglich ist, werden wir die weitere Entwicklung beobachten. Insbesondere müssen wir genauer prüfen, in welcher Form diese Vereine öffentliche Fördergelder einsetzen“, äußert sich der Landeshauptmann kritisch zu den angebotenen Schulungen.

Nicht extremistisch, aber nationalistisch

ALIF ist einer von insgesamt 77 türkisch/kurdischen Vereinen in Oberösterreich und gilt als nationalistisch und fundamentalistisch. Aktuell wird der Verein aber nicht als verfassungsgefährdend oder extremistisch eingestuft. Auch liegt strafrechtlich nichts Relevantes vor, so Landespolizeidirektor Pilsl in seinem Bericht.


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