„Garten Ebel“: Viel Grün und wenig Verkehr
LINZ. Die Ergebnisse des kooperativen Planungsverfahrens sind schon einige Zeit bekannt – nun wurden sie auch den Anrainern vorgestellt. Es gab viele Fragen. Die meisten davon betrafen eines der aktuellen Hauptthemen in Linz: den Verkehr.

Planerisch ist das Projekt an drei Achsen ausgerichtet: der B1 auf der einen Seite, der Grenze zwischen Kasernengelände in der Mitte und der Geländekante. Insgesamt soll das Projekt möglichst grün und „autofrei“ werden.
Kurze Wege und Öffis
„Wir gehen davon aus, dass man den PKW weniger nutzen wird“, erklärt Architekt Andreas Kleboth. Zu diesem Zweck sollen vor allem auch die Öffis ausgebaut werden. So soll künftig die Straßenbahn durch das Gebiet führen und im „Garten Ebel“ zwei Haltestellen bekommen. Ein Kommentar dazu aus dem Publikum: „Ich möchte etwas zur Straßenbahn sagen. Ich bin glücklich darüber, aber sie ist jetzt schon an ihrer Kapazitätsgrenze.“ Hier knüpften die Planer an und verwiesen auf einen geplanten Schnellbus, der über eine neue Traunbrücke – für Öffis, Radfahrer und Fußgänger – Richtung Stadtzentrum fahren soll. Zudem verwies Verkehrsplaner Helmut Koch darauf, dass die Straßenbahn ebenso wie Radwege künftig auch als Zubringer für die nahegelegene S-Bahn fungieren soll, welche von Ebelsberg aus in sechs Minuten beim Hauptbahnhof ist.
Wohnen mit viel Grün
Zudem ist das Projekt in Richtung B1 hin offen geplant. Dieser Teil trägt den Namen „Unter dem Baumdach“. Hier sollen in den unteren Geschossen Geschäfte und Büros entstehen. Über den Kronen der Bäume sind Wohnungen geplant. Doch nicht nur in diesem Teil des Projektes soll mit vielen Bäumen sehr grün werden. So sollen zum Beispiel im Bereich der alten Kasernengebäude Gemeinschaftsgärten für die Bewohner entstehen, in der Gartenwelt kleine Gartenparzellen und an der Geländekante „Wohnen mit Aussicht“. Ein Kommentar aus dem Publikum: „Das Projekt gefällt mir sehr gut.“
Nahversorger und Kinderbetreuung
Zudem setzt man auf Nahversorger und eine passende Infrastruktur, um Wege kurz zu halten. Dementsprechend sind natürlich auch Kindergärten und Schulen angedacht. „Das ist Standard“, erklärt Bürgermeister Klaus Luger. Er kann sich auch vorstellen, dass die Polizeistation in den neuen Stadtteil verlegt wird. Dieser hätte den Vorteil, dass er sowohl von Ebelsberg, als auch von Pichling aus schnell zu erreichen wäre. Eine weitere Frage: „Wer fangt wann mit was an?“ Die Antwort von WAG-Direktor Wolfgang Schön: „Frühester Baubeginn ist 2019.“


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