Sicherheitskonzept für den Linzer Hauptbahnhof
LINZ. Es wird kälter und viele, die vorher ihre Zeit in Parks verbracht haben, kommen wieder in den Hauptbahnhof. Um dennoch die Sicherheit zu gewährleisten, haben ÖBB, Polizei und die Stadt Linz ein Konzept ausgearbeitet.

„Uns ist wichtig, dass sich unsere Fahrgäste und Bahnhofsbesucher sicher und wohl fühlen. Um das zu erreichen, arbeiten wir eng mit der Stadt Linz, der Polizei und NGOs zusammen“, erklärt Silvia Angelo, Vorständin der ÖBB-Infrastruktur AG. Eine Maßnahme, die in Kooperation mit der Polizei schon umgesetzt wurde, ist die Installation von 95 Videokameras.
Nicht alle Probleme betreffen die Kriminalität
„Die Maßnahmen, die wir schon ergriffen haben, wirken. Wir haben einen Rückgang der Delikte gegenüber dem Vorjahr um 20 Prozent“, erklärt Landespolizeidirektor-Stv. Erwin Fuchs. Die meisten Delikte - rund 60 Prozent - am Hauptbahnhof betreffen Eigentumsdelikte wie Diebstahl. Lediglich acht Prozent sind Gewaltdelikte. „Nicht alles, was ein Problem ist, ist ein Thema der Kriminalität“, ergänzt Bürgermeister Klaus Luger.
„Sitzgelegenheit“ kommt weg
Eine bauliche Maßnahme, die dementsprechend ergriffen wird, betrifft den Ausgang zum LDZ: Die dort befindlichen Geländer werden durch eine Abgrenzung aus vertikalen Stangen ausgetauscht, um das Sitzen unmöglich und ein längeres Verweilen somit unattraktiv zu machen. „Was bauliche Maßnahmen betrifft, ist das der einzige Angstraum“, so Angelo.
Hausordnung in Farsi und Arabisch
„Uns ist auch bewusst, dass es Menschen gibt, die nicht wissen, warum sie da jetzt weggehen sollen“, so Fuchs, bezüglich zahlreicher Wegweisungen. Daher wurde die Hausordnung nun neben Englisch auch in die Sprachen Farsi und Arabisch übersetzt. Auch andere österreichische Bahnhöfe, wie jener in Wiener Neustadt, haben schon Interesse an den Broschüren bekundet. Eine Befragung durch die Caritas, welche weitere Verbesserungsmöglichkeitenaufzeigen soll, ist in Arbeit.


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