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LINZ. Am 26. Dezember 2017 vollendete Altbischof Maximilian Aichern OSB sein 85. Lebensjahr. Anlässlich dieses „halbrunden“ Geburtstags luden Diözesanbischof Manfred Scheuer und das Domkapitel am Stefanitag zu einem Festgottesdienst mit dem Jubilar in den Mariendom ein. 

Fotos: Wakolbinger
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Bischof des Volkes, Bischof mit den Menschen, Sozialbischof Österreichs, Ermutiger, Brückenbauer, Ermöglicher neuer Wege, ein Bischof, der weltoffen ist, Freiraum gibt, den MitarbeiterInnen etwas zutraut und den Menschen auf Augenhöhe begegnet – dies sind nur einige der Attribute und Eigenschaften, die Bischof em. Maximilian Aichern zugeschrieben werden. 23 Jahre lang war Aichern Bischof von Linz, er hat die katholische Kirche in Oberösterreich und darüber hinaus entscheidend geprägt und gestaltet. Bis heute bringt sich der Benediktiner aus dem Stift St. Lambrecht aktiv in das kirchliche und gesellschaftliche Leben ein.

 “Du bist ein Segen für uns“

Zum 85. Geburtstag des beliebten Altbischofs wurde im Linzer Mariendom am Fest des hl. Stephanus um 10 Uhr ein festlicher Dankgottesdienst gefeiert, an dem etwa 700 Gläubige teilnahmen. Mit Bischof em. Maximilian Aichern feierten Diözesanbischof Manfred Scheuer, dessen Vorgänger Bischof em. Ludwig Schwarz SDB, Dompropst Prälat Wilhelm Vieböck, Dompfarrer Maximilian Strasser, Mitglieder des Linzer Domkapitels, die Diakone Fridolin Engl und Anton Birngruber und weitere Priester der Diözese Linz. Etwa 700 Menschen, darunter Vertreter diözesaner Gremien, Ämter und Einrichtungen, diözesane Mitarbeiter, Seelsorger und langjährige Wegbegleiter aus Kirche und Politik, waren gekommen, um mit dem Jubilar für 85 erfüllte Lebensjahre zu danken.

Bischof Manfred Scheuer würdigte Aichern als Menschen und Seelsorger, der mit der Ermutigung zur Freude am Christsein viele motiviert und einen aufbauenden, Fenster öffnenden Blick in die Zukunft der Kirche erschlossen habe. „Aggiornamento“ und „Coraggio“ – Verheutigung und Mut – gehörten zu Aicherns Grundvokabular, das er auch in seinem Leben und Wirken verkörpert habe, so Scheuer. Der Diözesanbischof bezeichnete den beliebten Linzer Altbischof Aichern als „Segen für uns in Oberösterreich und in der Diözese Linz“.

Zauberflöttenmesse

Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst am Fest des hl. Stephanus vom Linzer Domchor sowie von Orchester und SolistInnen der Dommusik Linz unter der Leitung von Domkapellmeister Josef Habringer. Zu hören war die „Zauberflötenmesse“ eines anonymen Komponisten, bei der Melodien aus Mozarts Oper „Die Zauberflöte“ mit lateinischen Messtexten musiziert werden. Die Komposition war um 1800 entstanden und erst vor etwa 20 Jahren in Wien-Lichtental wiederentdeckt worden. Aichern hatte sich diese Messe schon 2012 zum 30-Jahr-Jubiläum seiner Bischofsweihe gewünscht. An den Orgeln musizierten Domorganist Wolfgang Kreuzhuber und Heinrich Reknagel.


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