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Im Linzer Fundbüro - Von Hauben, Taschen und lebensgroßen Plastik-Tigern

Anna Stadler, 10.01.2018 09:23

LINZ. Tausende Fundstücke werden jährlich im Linzer Fundbüro abgegeben. Darunter auch schon die ein oder andere Kuriosität, wie Fundbüro-Mitarbeiterin Claudia Danninger erzählt.

  1 / 7   Von Fahrrädern über Hauben bis hin zu Regenschirmen, im Linzer Fundbüro werden alle abgegebenen Stücke mit einem Etikett inklusive Barcode versehen. Fotos: ast

Täglich landet Verlorengegangenes im Fundbüro der Stadt Linz im Neuen Rathaus. Etwa 6755 Gegenstände warten darauf, abgeholt zu werden. Am häufigsten werden dort Handys, Geldtaschen und Schlüssel abgegeben – fast täglich. Auch Räder finden sich im Lager des Fundbüros zuhauf. Jedoch fand auch schon die ein oder andere Kuriosität ihren Weg zum Fundbüro. So wurde einmal ein lebensgroßer Plastik-Tiger abgegeben. „Der Tiger ist über Nacht in einem Garten aufgetaucht“, erzählt Danninger. Sofort machte man sich im Fundbüro auf die Suche nach dem Besitzer. Der „Verdacht“ fiel auf einen Zirkus, der in der Nähe gastierte. Diesem gehörte er jedoch nicht. So blieb der Tiger fünf lange Jahre im Lager des Fundbüros stehen. Doch schließlich und endlich fand er doch noch zu seinem Besitzer zurück. Der hatte durch einen Zeitungsbericht erfahren, dass dieser im Fundbüro stand, und holte ihn ab. Doch nicht immer finden die Gegenstände zurück zu ihren Besitzern. 2017 konnten 3565 verlorene Dinge den rechtmäßigen Besitzern ausgehändigt werden. Insgesamt 10.770 Fundstücke wurden abgegeben. Eine beträchtliche Anzahl.

Fundstücke aus Linz und Umgebung

So bringt zum Beispiel die Linz AG jeden Tag Fundstücke aus Bim und Bus zum Fundbüro. Auch Dinge, die am Bahnhof oder in Zügen vergessen werden, landen dank ÖBB oft im Fundbüro, wie zahlreiche Koffer, die im Lager stehen, beweisen. „Alleine bei den Kopfbedeckungen haben wir 84 in einem Monat und 55 Handschuhe“, erzählt die Fundbüro-Mitarbeiterin. „Auch bei Schmuck würde ich immer nachfragen. Wenn die Leute zeitnahe kommen, ist es leichter.“ Denn einen Monat lang werden die Fundstücke direkt im Fundbüro gelagert. So können sie die Besitzer leichter identifizieren.

Mit Barcode ab ins Lager

Dann wandern die Stücke ins Lager. Natürlich wird im System eine Beschreibung des Gegenstandes gespeichert. Zudem wird jedes Fundstück mit einem Barcode versehen – so ist es möglich, die Stücke im Lager einwandfrei zuzuordnen. Sofern die Stücke nicht abgeholt werden, gehen sie nach einem Jahr in den Besitz des Finders über, oder sind zu Flohmarktpreisen im Fundbüro zu kaufen.

Schlüsselfundservice

Die Stadt Linz bietet daher ein eigenes Schlüsselfundservice mit registrierten Anhängern an. Diese können um drei Euro im Fundbüro oder im Bürger-Service im Neuen Rathaus gekauft werden.

Öffnungszeiten

Die städtische Servicestelle ist Montag und Donnerstag von 14 bis 18 Uhr, Dienstag, Mittwoch und Freitag von 7 bis 13.30 Uhr geöffnet. Auch in den Stadtbibliotheks-Zweigstellen kann Gefundenes abgegeben werden.


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