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Ärztekammer-Präsident Niedermoser über Volksbegehren: „Es ist kein Raucherbashing“

Anna Stadler, 01.10.2018 18:10

OÖ. Im Frühjahr sorgte das „Don“t smoke“-Volksbegehren für Aufregung, nun ist die offizielle Eintragungswoche. Ärztekammer und Krebshilfe in OÖ rufen daher erneut zum Unterschreiben auf.

Das „Don‘t smoke“-Volksbegehren fordert ein Rauchverbot in der Gastronomie.Foto: Weihbold
Das „Don‘t smoke“-Volksbegehren fordert ein Rauchverbot in der Gastronomie.Foto: Weihbold

„Ich habe viele Lungenbiopsate, wo man sieht, was passiert“, erzählt Peter Niedermoser, Pathologe und Präsident der Ärztekammer für OÖ. In Österreich werden jährlich rund 4.500 Lungenkrebs-Neudiagnosen gestellt, allein 85 Prozent davon sind auf das Rauchen beziehungsweise Passivrauchen zurückzuführen und damit potenziell vermeidbar. „Darüber hinaus ist die chronisch obstruktive Lungenkrankheit COPD, von der inzwischen mehr als 10 Prozent der erwachsenen Österreicherinnen und Österreicher betroffen sind, die häufigste rauch-assoziierte Erkrankung – und auch hier werden mehr als 80 Prozent der Erkrankungen von Zigarettenrauch verursacht“, unterstützt auch Bernd Lamprecht, Vorstand der Klinik für Lungenheilkunde am Kepler Universitätsklinikum, das Volksbegehren.

Umdenken und Zeichen setzten

Es gehe darum, ein Umdenken zu initiieren und auf Basis der medizinischen Kompetenz ein Zeichen zu setzen und um die österreichische Gesetzeslage nachhaltig zu verändern. „Es ist kein Raucherbashing. Das muss jeder für sich entscheiden“, so Niedermoser. „Ein sehr guter Erfolg wäre, dass wir eine verpflichtende Volksabstimmung zusammenbringen.“

Abstimmung bis 8. Oktober

Das Volksbegehren kann noch bis Montag, 8. Oktober per Handy-Signatur oder Bürgerkarte oder in jeder Gemeindebehörde unterzeichnet werden. Wenn man bereits eine Unterstützungserklärung abgegeben hat, braucht man nicht mehr extra zu unterzeichnen. Diese Stimme zählt bereits.


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