Zahl der im Straßenverkehr tödlich Verunglückten sinkt kontinuierlich
OÖ. Oberösterreichs Straßen werden kontinuierlich sicherer. Die Unfallstatistik zeigt, dass sich in Oberösterreich im Lauf der vergangenen zehn Jahre die Anzahl der im Straßenverkehr tödlich verunglückten Personen fast halbiert hat.

Neue Technologien bedeuten neue Chancen, doch mitunter auch neue Risikopotentiale. In den vergangenen Jahren hat sich als Unfallursache Nummer 1 die Ablenkung am Steuer etabliert. Etwa jeder dritte Unfall mit Personenschaden passiert im heimischen Straßenverkehr durch Konzentrationsmangel, Multitastking, Ablenkung oder Reizüberflutung.
Gefährdete Personengruppen
Vor allem Kinder und ältere Menschen sind als Fußgänger im Straßenverkehr besonders gefährdet. Besonders die 10- bis 19-Jährigen und über 80-Jährigen sind besonders gefährdet, tödlich zu verunglücken. Bei den Fahrzeuglenkern fällt die Gruppe der 20- bis 29-Jährigen durch die höchsten Verunglücktenzahlen auf. Die Gefahr, als Mitfahrer zu verunglücken ist bei den 10- bis 19-Jährigen am größten. Bei dieser Altersgruppe ist bei den Lenkern der hohe Anteil der Moped- und Motorradfahrer auffallend.
Erkenntnisse des Unfallstatistikberichts 2017
Der Unfallstatistikbericht ist eine detaillierte Analyse des Unfallgeschehens mit dem wesentlichen Inhaltsschwerpunkt, Unfallhäufungsstellen in Oberösterreich zu identifizieren. Neben Unfallursachen, Unfalltypologie, Entwicklungen und Tendenzen im Unfallgeschehen können auch Unfallhäufungsstellen in den einzelnen Bezirken aufgespürt werden.
Im Jahr 2017 konnte österreichweit wieder eine Reduzierung der Unfälle, der verletzten Personen und der Getöteten gegenüber dem Vorjahr verzeichnet werden. Dies trotz kontinuierlich steigender Zulassungszahlen. Oberösterreich und Wien verzeichnen 2017 den stärksten Rückgang der Unfälle mit rund 7 Prozent . Bei den tödlich verunglückten Verkehrsopfern hat Niederösterreich mit einem Rückgang von 17 Prozent den statistisch höchsten Rückgang erzielt.
Verkehrsunfälle 2018
Auf Basis des derzeitigen Standes zu den tödlichen Verkehrsunfällen 2018 in OÖ (Stand vom 19.12.2018) sind im Jahr 2018 in OÖ 93 Verkehrstote zu beklagen. Dadurch ergibt sich im Vergleich zum Vorjahr (82 Verkehrstote im Jahr 2017) ein Zuwachs. In den Bezirken Freistadt und Steyr Land sind mit 10 Toten die meisten Verkehrstoten 2018 zu beklagen , gefolgt von Gmunden mit 9 Verkehrstoten. Im Vergleich zum Vorjahr gab es in den Bezirken Freistadt (+7) und Steyr Land (+6) die größten Steigerungsraten bei den Toten, die Bezirke Kirchdorf und Perg jeweils (-3) konnten den größten Rückgang verzeichnen. Positiv ist festzustellen, dass sich im abgelaufenen Jahr die Zahl der Toten bei den Fußgängern (- 6) um mehr als ein Drittel gesenkt hat.
Häufigster Unfall: Alleinunfall
Der häufigste Unfalltyp ist der Alleinunfall mit 33 Prozent, gefolgt vom Kreuzungsunfall und dem Unfall im Gegenverkehr mit 23 Prozent. Nach aktueller Analyse zeigt sich, dass auf Autobahnen mit dem höchsten Anteil am Fernreiseverkehr trotz hoher Verkehrsdichte nur 6 Prozent aller tödlichen Unfälle passieren. Der Rest der tödlichen Verkehrsunfälle verteilt sich auf 43 Prozent Landesstraßen B, 32 Prozent auf Landesstraßen L und 19 Prozent auf Gemeindestraßen.


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