An Hotspots wie dem Bahngleis 21 soll die Sicherheit verbessert werden
LINZ. Vorfälle in öffentlichen Verkehrsmitteln in und rund um Linz führten zuletzt zu Diskussionen um die Sicherheit in Öffis. Ein Sicherheitsgipfel im Landhaus bildete dazu nun den Startschuss zu weiteren geplanten Maßnahmen.

Eine große Runde aus Entscheidungsträgern, Sicherheitsexperten und politischen Vertretern fand zuletzt im Linzer Landhaus zusammen, um die Folgen von Maßnahmen zu besprechen, die zuletzt für Aufsehen sorgten. Anlass waren etwa Vorfälle in Öffis in Linz und der Linzer Lokalbahn LILO, die oft von Gruppen von Migranten ausgehen. „Ich möchte einfach nur, dass sich unsere Fahrgäste und Schaffner wieder sicher fühlen können in der Lilo“, betonte LILO-Vorstand Friedrich Klug. Besonders am Bahngleis 21 des Linzer Hauptbahnhofs sowie am gegenüberliegenden Busterminal kommt es vermehrt zu Zwischenfällen und Ausschreitungen. In Zügen wurden auch schon Schaffner angepöbelt, es kam zu Rangeleien.
Erst kürzlich zertrümmerten vier Jugendliche in einem Bus der Linz Linien eine Glaswand und flüchteten unerkannt. „Frauen trauen sich abends nicht mehr auf diesen Bahnsteig, lassen sich lieber mit dem Auto abholen“, so Klug. Eine Verbesserung der Sicherheitstechnik mit zukünftigem Kameraeinsatz soll nun geprüft werden.
FPÖ-Sicherheitsstadtrat Detlef Wimmer fordert den Ausbau der Videokameras in Öffis: „Alleine im Jahr 2018 wurden 38 Überwachungsvideos zur Verbrechensaufklärung an die Polizei übergeben. Ein Ausbau ist nötig, um in Zukunft Vorfälle, wie sie aktuell im Fokus stehen, bestmöglich zu verhindern.“
Leitfaden wird entwickelt
Zudem wurde der OÖVV als Sofortmaßnahme damit betraut, einen Leitfaden zum Thema „Wie verhalte ich mich richtig im öffentlichen Verkehr“ zu erstellen. „Der Respekt voreinander ist das Um und Auf im öffentlichen Bereich, wo sich viele Menschen begegnen“, betont FPÖ-Landesrat Günther Steinkellner, der auch beim Gipfel mit dabei war.
Engere Zusammenarbeit
„99,9 Prozent der Fahrgäste sind absolut korrekt unterwegs, aber jeder Einzelfall ist einer zuviel“, betonte auch Landesrat Rudi Anschober (Grüne). An Orten, von denen Konflikte ausgehen, soll deshalb in Zukunft stärker kontrolliert werden. „Vor allem werden wir in einer engen Kooperation zwischen hauptbetroffenen Quartierbetreibern, Verkehrsunternehmen und Exekutive dafür sorgen, dass Vorkommnisse in Zukunft abgestellt werden.“


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