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LINZ. Seit fast 100 Jahren prägt er das Linzer Stadtbild: Der Mariendom. Die Initiative Pro Mariendom hat, um die Revnovierung des Turmhelms des Linzer Doms mitzufinanzieren, nun das Projekt Turmpatenschaft gestartet. Jeder kann mithelfen und sich einen ganz persönlichen Stein des Domturms kaufen.

Foto: Mariendom/wolfstudios
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Schon der Bau des Doms wurde mit Hilfe von Spenden aus der Bevölkerung realisiert. Vom damaligen Bischof Rudigier wurde dafür ein Dombauverein gegründet. Der kleinstmögliche Spendenbetrag war damals ein Kreuzer – der sogenannte „Marienpfennig“. Durch viele dieser kleinen Einzelspenden konnte der Dom maßgeblich finanziert werden.

Nun setzt man wieder auf die Hilfe aus der Bevölkerung, bei der dringend notwendigen Sanierung.

Noch nie ist der Turmhelm renoviert worden, seit Bestehen 1902. Nun ist es soweit – die 150 Tonnen Gerüstmaterial beim Mariendom prägen seit Ende April das Linzer Stadtbild. Alleine für die Sanierung des Turmhelmes sind 3,9 Millionen Euro veranschlagt.

Und jeder kann nun helfen, diese Sanierung des Wahrzeichens mitzufinanzieren und sich dabei ihren ganz persönlichen Teil des Turms zu sichern. „Der Dom ist ein großes Gut, das schützenswert ist und für alle Menschen als öffentlicher Raum dient.  Wir wollen den Mariendom mehr in die Herzen der Bevölkerung bringen“, so Dommeister Clemens Pichler.

Von der Seinfuge bis zum Ziergiebel

Jeder, der Pate werden möchte, kann zwischen verschiedenen Steinkategorien wählen – von der Fuge für 50 Euro über eine Steinreihe um 200 Euro, eine Kreuzblume um 600 Euro oder gar einem großen Ziergiebel um 6.000 Euro. 3,5 Kilometer Steinfugen müssen erneuert werden, insgesamt warten 1.252 Steinelemente auf Paten. Jedes Element wird dabei nur ein einziges Mal vergeben. 700.000 Euro erhofft man sich, mit dem Projekt Turmpatenschaft zu lukrieren.

Steine „klickbar“

Für die Turmpatenschaften wurde der 150 Jahre alte Originalplan vom damaligen Kölner Dombaumeister Vincenz Statz digitalisiert und „klickbar“ gemacht. Unter www.turmpate.at kann man sich sein gewünschtes Element ganz einfach sichern. Auch ist es möglich, eine Turmpatenschaft im DomCenter am Domplatz abzuschließen.

Verewigt in der Zeitkapsel

Jeder, der möchte, wird auf der Homepage bei seinem Stein auch vermerkt. Sobald die Turmhelmsanierung abgeschlossen ist, kommen die Namen aller Paten auch auf einer Urkunde in eine Zeitkapsel, die in der Kugel des Turmkreuzes verschlossen wird. „Jeder kann sich damit am Dom verewigen“, lädt Pichler ein. Als Dankeschön gibt's für jeden Paten auch eine Urkunde sowie ab einer Patenschaft ab 200 Euro eine Steinmünze aus Original-Domstein. Noch großzügigere Paten – ab 1.000 Euro – erhalten auch einen Kupferstich der Künstlerin Kirsten Lubach mit einer Darstellung des Turms.

Die Turmpatenschaft ist steuerlich absetzbar.

Wahrzeichen mit Hilfe aus der Bevölkerung erhalten

Der Dom müsse für die kommenden Generationen gesichert werden. Auch wenn man nichts mit der Kirche am Hut habe, sei er doch ein wesentliches Wahrzeichen von Linz und Oberösterreich, appelliert der Beiratsvorsitzende der Initiative Pro Mariendom Landeshauptmann a.D. Josef Pühringer. „Die Turmpatenschaft ist ein wesentliches Element der gesamten Initiative. Wir wollen damit in die Breite gehen – unter dem Motto 'Verbinde deinen Namen mit dem Dom'. Jeder kann unmittelbar und sichtbar einen Beitrag zur Erhaltung leisten“, so Pühringer.

Auch Bischof Manfred Scheuer lädt ein, nach dem Vorbild des Baus selbst, zu unterstützen. „Der Bau des Doms war damals das größte Bauprojekt in ganz Europa – finanziert durch Spenden. Es geht um einen ganz konkreten Beitrag für die Kultur, das öffentliche Leben und den Glauben. Jeder kann etwas beitragen – ideell oder materiell“, so Scheuer.

Benefizkonzert

Auch ein Benefizkonzert zugunsten des Doms findet wieder statt: Am Donnerstag, 20. Juni, 19.30 Uhr, findet im Dom das Eröffnungskonzert zum diesjährigen Anton-Bruckner-Chorwettbewerb statt. Vier internationale Chöre, der Domchor, das Collegium Vocale Linz, der Brucknerchor Linz und das Orchester der Dommusik präsentieren unter anderem das „Te Deum“ von Anton Bruckner. Karten für das Konzert gibt's im DomCenter.

Alle Infos: www.turmpate.at


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