„Geheimnis des Mariendoms“ wurde nach 118 Jahren gelüftet

Jürgen Affenzeller Jürgen Affenzeller, Tips Redaktion, 14.05.2019 11:49 Uhr

LINZ. Als Startschuss für die eigentlichen Sanierungsarbeiten für den Linzer Mariendom wurde am Dienstagvormittag das Turmkreuz begutachtet und dabei auch die Turmkreuzkugel geöffnet, in der eine Zeitkapsel seit 118 Jahren aufbewahrt war.

Das rund 150 Tonnen schwere Gerüst für die Renovierung des Mariendoms ist fertiggestellt, in Kürze beginnen die eigentlichen Sanierungsarbeiten. Als einer der ersten notwendigen Schritte werden das Turmkreuz und dessen Verankerung begutachtet und eventuelle Schäden repariert.

In 130 Metern Höhe öffnete Bischof Manfred Scheuer und ein Expertenteam persönlich die Turmkreuzkugel und konnte tatsächlich eine dort vermutete Zeitkapsel entnehmen, die 118 Jahre lang dort verweilte.

Deponierte Reliquien sollen um Schutz bitten 

Die darin gefundenen Reliquien: Großteils Dokumente wie etwa die „Katholischen Blätter“ aus dem Jahr 1901, Zeitungen wie eine Ausgabe des „Neuen Volksblattes“, Münzen, ein Firmandenken, Knochenfragmente sowie ein Foto. Judith Wimmer, Referentin für Kunstgutinventar und Temporalienübergaben an der Diözese Linz war bei der Öffnung auch dabei: „Reliquien wie diese dienen dazu, um Schutz zu bitten und sind eine Form der spirituellen Erinnerung an einen Bau wie jenen des Mariendoms.“

„Sicherster Safe der Stadt Linz“

Landeshauptmann Thomas Stelzer zeigte sich in diesen historischen Momenten sichtlich aufgeregt: „Es ist schon etwas einzigartiges, wenn man einem Geheimnis wie diesem wirklich auf die Spur kommen kann.“ Und die Linzer Vizebürgermeisterin Karin Hörzing weiß: „Heute erfuhren wir, was im sichersten Safe der Stadt Linz zu finden war.“

Die Sanierungsarbeiten am Turm des Mariendoms starten nun mit Hochdruck, bis Ende 2021 ist geplant, das imposante Gerüst auch wieder abtragen zu können. „Am 4. Juni werden auch die Turmpatenschaften präsentiert“, verrät Josef Pühringer, Landeshauptmann a.D. die nächsten Aktivitäten der Initiative „Pro Mariendom“, als dessen Schirmherr er fungiert.

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