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Neues zu Hause für Linzer Kunstuni: Auch Brückenkopfgebäude West ist nun fertig

Karin Seyringer, 05.06.2019 17:06

LINZ. Hell, offen, freundlich und Häuser für alle: Nach knapp vier Jahren Bauzeit sind die Arbeiten an den beiden Linzer Brückenkopfgebäuden am Hauptplatz abgeschlossen. Die Kunstuni Linz präsentiert sich darin neu, im Herzen der Innenstadt. Nicht nur Schlusspunkt sondern auch ein Neubeginn sei das für die Kunstuni.

Das Brückenkopfgebäude West. Foto: Mark Sengstbratl
  1 / 10   Das Brückenkopfgebäude West. Foto: Mark Sengstbratl

Für die während des Zweiten Weltkrieges errichteten, denkmalgeschützten Brückenkopfgebäude am Donauufer in Linz beginnt eine neue Zeitrechnung. Die Kunstuniversität Linz bezieht nach dem Brückenkopfgebäude Ost nun auch das westliche Schwesterngebäude und bündelt somit alle Standorte im Zentrum der Stadt.

„Ein besonderer Moment“

„In vier Jahren Bauzeit wurden beide Gebäude saniert und wesentlich erweitert. Die Fertigstellung ist ein besonderer Moment. Nach dem Auszug der Finanz standen die Gebäude leer, sie sind auch historisch belastet. Und der Standort am Hauptplatz birgt ein öffentliches Interesse“, so Hans-Peter Weiss, Geschäftsführer der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), die Eigentümer und Bauherr ist.

Die bislang drückend wirkenden Gebäude wurden geöffnet, Licht wurde hineingebracht, die Stiegen durchgezogen. „Das Licht fällt nun vom Dach bis ins Erdgeschoss – früher war das bedrückend, jetzt ist alles offen, die Treppenhäuser wurden durchbrochen“, erklärt Architekt Adolf Krischanitz (Krischanitz ZT GmbH).

Beste Bedingungen und Ausstattung

Im neuen Gebäude West finden die Kunstuni-Studierenden beste Bedingungen vor, mit professionellen, sechs Meter hohen Foto- und Videostudios, einer mehrgeschossigen 600 Quadratmeter große öffentlich zugänglicher Bibliothek, Ateliers, die der Produktion dienen, Laboren mit 3D-Druckern und den beiden Glas-Hörsälen am Dach mit wunderbaren Blick über Linz und Hörsälen mit freigelegten Decken. Ein unterirdischer Gang (nicht öffentlich zugänglich) verbindet die beiden Gebäude.

Nach Fertigstellung der Bauarbeiten übersiedelten die Abteilungen des Kunstuni-Standortes Urfahr (Zeitbasierte und Interaktive Medien, Visuelle Kommunikation sowie die Lehramtsfächer Gestaltung: Technik.Textil, Mediengestaltung und Bildnerische Erziehung) in das neu adaptierte Brückenkopfgebäude West. Auch die zentrale Medienwerkstätte, das Labor für Kreative Robotik, die Hochschülerschaft der Kunstuniversität Linz sowie die KinderJugendKreativUni haben dort eine neue Heimat.

36 Millionen Euro Gesamtinvestition

Insgesamt 36 Millionen Euro wurden in die Sanierung und Erweiterung beider Gebäude investiert, davon jeweils vier Millionen Euro von Stadt Linz und Land OÖ und 28 Millionen Euro von der BIG. „Alle Beteiligten wollten dieses Projekt unbedingt, dass ist der Schlüssel zum Erfolg“, so Hans-Peter Weiss.

Ein Haus für alle

„Uns als Uni war es wichtig, dass die Häuser gegenteilig genutzt werden wie damals im Nationalsozialismus. Wir haben nun unsere Standorte im Zentrum gebündelt, ein großer Schritt für die Uni, aber auch für die Stadt. Die Innenstadt wird künftig mit 1.200 Studierenden belebt. Das ist nicht nur ein wunderbares Ende sondern auch ein wunderbarer Beginn für die Kunstuni – auch mit dem kommenden Rektorenwechsel“, freut sich Noch-Rektor Reinhard Kannonier. Vor allem ist ihm aber auch wichtig, dass eine Uni kein Elfenbeinturm sein dürfe. „Wir sind offen für alle, wir laden die Leute ein, hereinzukommen, in unsere öffentliche Bibliothek, für eine Fahrt mit dem Transzendenzaufzug, in unsere Cafeteria“, lädt Kannonier ein.

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