"Europäische Innovations-Hauptstadt 2020": Linz ist unter den Finalisten
LINZ. Im Kampf um den Titel „Europäische Innovations-Hauptstadt 2020“ hat es Linz ins Finale geschafft. Der Sieger wird im September gekürt.

Linz hat sich nach mehr als sechs Monaten der Vorbereitung mit dem Thema „Open Senses Humanizing Innovation“ um den Titel Europäische Innovations-Hauptstadt beworben. Am 22. Juni wurde die Einreichung dafür abgegeben. Linz ist nun von der Jury der Europäischen Kommission unter die Finalistenstädte gewählt worden. „Wir haben somit die erste Hürde im Rennen um die innovativste Stadt Europas genommen. Nach dieser Start-Runde heißt es ab heute, unsere Präsentation für September professionell vorzubereiten, wenn in einem Hearing bei der Bewertungsjury in Brüssel die Finalentscheidungen fallen“, informiert der Linzer Bürgermeister Klaus Luger.
Gewinner steht im September fest
Begleitend dazu erfolgt eine Videopräsentation, die Bestandteil des Bewertungsprozesses ist und in die endgültige Rangliste der Ausschreibung aufgenommen wird. Der Gewinner des Preises „Europäische Innovations-Hauptstadt 2020“ wird zusammen mit den fünf zweitplatzierten Städten auf den Europäischen Forschungs- und Innovationstagen in Brüssel (22.–24. September 2020) bekannt gegeben.
Harte Konkurrenz
„Wenn man die anderen Mitbewerber betrachtet, dann ist es bereits jetzt eine große Auszeichnung, dass Linz im Finale steht. Objektiv betrachtet haben andere Großstädte eine zum Teil längere Tradition in Innovations-Projekten. Wir haben anscheinend überzeugt, dass wir den Weg der Modernisierung als gesellschaftlichen Prozess ernst nehmen. Denn wir sind nicht nur eine Stadt mit einer der höchsten Patentanmeldequoten und einem hohen Anteil von IT-Arbeitsplätzen, sondern verfügen über städtische Aushängeschilder wie das Ars Electronica Center und die Tabakfabrik als Experimentierfeld der Innovation. Lokale Projekte wie ScienCity, Hello World, Jugend hackt oder TIM können bei der Bewertung von Linz den Ausschlag geben. Die innovative Attraktivität der Stadt kommt auch auf universitärer Ebene durch das Linz Institut of Technology (LIT) sowie durch zahlreiche Unternehmen der Kreativwirtschaft, die sich besonders mit digitalen Technologien und Kunstformen einen Namen gemacht haben“, zeigt sich Bürgermeister Klaus Luger zuversichtlich. Die Konkurrenz ist dennoch hart. Folgende elf Städte haben es neben Linz ins Finale geschafft:
- Cluj-Napoca (Rumänien)
- Espoo (Finnland)
- Ghent (Belgien)
- Groningen (Niederlande)
- Helsingborg (Schweden)
- Leeuwarden (Niederlande)
- Leuven (Belgien)
- Milano (Italien)
- Reykjavik (Island)
- Valencia (Spanien)
- Wien (Österreich)


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden