Ein Guckloch in der Mauer: Pro Oriente Sektion Linz besucht serbisch-orthodoxe und katholische Pfarrgemeinde in Gmunden

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Anna Stadler Anna Stadler, Tips Redaktion, 16.09.2020 16:47 Uhr

LINZ/GMUNDEN. Am 14. September 2020 kam es zu einem Treffen zwischen der Pro Oriente Sektion Linz, der Serbisch-Orthodoxen Pfarrgemeinde des Hl. Großmärtyrers Georg und der Katholischen Pfarrgemeinde Gmunden. Ort der Begegnung war die Filialkirche Gmunden-Ort, die derzeit von der Serbisch-Orthodoxen Gemeinschaft als Gemeindezentrum genutzt wird.

„Wenn ich eine Mauer zwischen Christen sehe, versuche ich, einen Ziegelstein herauszubrechen.“ Es entstehe also ein Guckloch, das den Blick öffne zum Vis-à-vis, den Blick zum anderen“, zitierte er Vorsitzende von Pro Oriente Sektion Linz, Landeshauptmann a. D. Josef Pühringer anlässlich des Besuches Papst Johannes XXIII. Der Blick zum anderen und die Einigkeit der Christen ist auch das Ziel der Stiftung Pro Oriente.

Gemeinsamer Gottesdienst

Schon bei der Eröffnung der Zusammenkunft wurde diese Einheit mit einer ökumenischen Andacht, der Ortspfarrer Gerald Geyrhofer und Pfarrer Nikola Pantić zelebriert. Das gemeinsame Gebet um die Einheit der Christen beendete ein gemeinsames Vaterunser aller anwesenden Gläubigen. Dieses Gebet wird auch an den Sonntagsgottesdiensten der Serbisch-Orthodoxen Gemeinde immer auf Deutsch gebetet – als gemeinsame Sprache der versammelten orthodoxen Christen, die nicht nur aus Serbien, sondern auch aus Griechenland, Rumänien, Russland und Österreich stammen.

Große Pfarrgemeinde

Pfarrer Pantić stellte bei dem Besuch zudem seine Pfarre vor: Die Gemeinde besteht seit über 25 Jahren und umfasst etwa 5.000 bis 6.000 Gemeindemitglieder. Das Pfarrgebiet ist relativ groß, von den anreisenden Familien nehmen manche eine 50-minütige Fahrt in Kauf. Pantić ist auch als Religionslehrer im Einsatz. Seit heuer teilt er sich mit einem zweiten Religionslehrer die Aufgabe, in rund 30 Schulen den Serbisch-Orthodoxen Religionsunterricht zu halten. Eine weitere wichtige Aufgabe für ihn ist es, die ca. 300 Familien jedes Jahr zu Hause zu besuchen. Auf eine Rückfrage gab Pfarrer Pantić an, dass sich die Gemeinde sehr wohl fühle in dieser modernen, halbrunden Kirche, dass es aber schon den Wunsch gebe, eine eigene Kirche zu besitzen, die man nach Art der Orthodoxen Kirchen ausgestalten könne.

Großes gegenseitiges Interesse

Die von Pro Oriente initiierte Begegnung war ein erstes bewusstes und sehr gelungenes Treffen der Katholischen Gemeinde Gmunden und der Serbisch-Orthodoxen Gemeinschaft vor Ort. Nach dieser herzlichen Begegnung wurde der Wunsch nach mehr Möglichkeiten dieser Art und das Interesse aneinander laut.

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